Schul-Exkursionen planen – zum Beispiel nach Morgarten

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Die nächste Exkursion für eure Klasse, eure Firma oder euren Verein kommt bestimmt. Mit unseren Bildern aus dem Fotoarchiv stelle ich euch als Beispiel Morgarten vor. Das Informationszentrum habe ich schon mehrmals besucht, und ich finde es immer wieder spannend.

Warum gerade Morgarten?

Die Schlacht am Morgarten ist eines der letzten grossen Rätsel der Schweizer Geschichte. Grundsätzlich wissen wir nur wenig über die unfreundliche Begegnung zwischen Schwyzern und Habsburgern im Jahr 1315. Trotzdem ist sie als erste Befreiungsschlacht der Eidgenossen berühmt geworden. Und die Story über Gut und Böse fasziniert bis heute.

Die Morgartendarstellung an der Fassade des Schwyzer Rathauses

Für wen eignet sich Morgarten?

  • Für alle, die sich für die Geschichte der Schweiz interessieren. Das moderne Informationszentrum präsentiert im Erdgeschoss die Erkenntnisse rund um Morgarten und im Obergeschoss die Wirkung der Morgartengeschichte und des Mythos.
  • Für Schülerinnen und Schüler. Morgarten ist ein ausserschulischer Lernort, der oft von Schulklassen besucht wird.
  • Für alle, die sich gern bewegen und dabei Geschichte(n) hören. Verschiedene Hörspiele entlang des rund 5 Kilometer langen Morgartenpfads erzählen die Vorfälle aus Sicht von schwyzerischen und habsburgischen Hauptfiguren.
Das Gelände rund um das Informationszentrum

Das Informationszentrum

Der Eintritt ist frei. Um hineinzukommen, bestellt man einen SMS-Code via Mobiltelefon. Einmal drinnen, drückt man einen Knopf und das Museum erwacht innerhalb von drei Minuten. Im Erdgeschoss stehen die Fakten im Zentrum, das Obergeschoss widmet sich der Erinnerungskultur. Wenige Schritte entfernt befinden sich zudem der Letziturm, die Schlachtkapelle und ein mittelalterliches Schwyzer Haus. Letzteres vermittelt, wie man im Mittelalter lebte und wohnte.

Hörstation im Informationszentrum

Der Morgartenpfad

Eine Wanderung von der Kirche in Sattel zum Morgartendenkmal am Ägerisee. Man wandert auf Bergwegen, Wanderwegen und asphaltierter Strasse – über Wiesen, durch Wälder und an Höfen vorbei. Wanderschuhe sind deshalb empfohlen. Sieben animierte Stationen machen die Morgartengeschichte erlebbar. Die drei Feuerstellen auf der Strecke sind mit Holz versorgt. Vom Denkmal gelangt man mit dem Bus zurück nach Sattel oder weiter nach Ägeri. Im Sommer fährt auch ein Kursschiff.

Die Schlachtkapelle und der Leopoldplatz am Morgartenpfad

Was mir besonders gefallen hat

Dass Geschichte und Mythos gleichberechtigt aufgearbeitet werden. Zudem finde ich es faszinierend, wie Morgarten nicht als Ereignis, sondern mit seiner Wirkung die Schweizer Geschichte geprägt hat. Entlang des Morgartenpfads ist die Schwyzer Kanzel auf der Figlenflue ein schöner Aussichtspunkt.

Der Blick von der Schwyzer Kanzel

Was meinen Teenagern besonders gefallen hat

Dass sie nicht einfach nur Ausstellungstexte lesen und Gegenstände hinter Glas anschauen mussten. Sondern dass sie kurze Geschichten hören, Schubladen öffnen und einen Film schauen konnten. Lustig fanden sie zudem, in die Helme am Morgartenpfad zu schlüpfen.

Station am Morgartenpfad

Infos und Tipps


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Manuela schreibt seit dem Jahr 2000 über den Kanton Schwyz. Zuerst als Journalistin, später für Schwyz Tourismus. Allein oder mit ihrer Familie sucht sie nach Neuem, Unentdecktem und Verstecktem zwischen dem Zürichsee, dem Vierwaldstättersee, der Spitze der Rigi und dem hintersten Winkel des Muotatals. Sie begegnet Menschen, die im lokalen Brauchtum verwurzelt sind, innovative Ideen leben oder die Schätze der Natur hegen. So viel Begeisterung für die Schwyzer Vielfalt und landschaftliche Schönheit kann man nicht für sich behalten, man muss sie teilen.

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