Als ich im Jahr 2015 von Deutschland nach Obwalden zog, war mir nicht klar, wo ich eines Tages einmal landen würde. Auch ist mir heute nicht mehr bewusst, auf welchem Weg ich das erste Mal ins Hotel Kreuz in Sachseln gekommen bin. Ich weiss nur, dass ich mich auf den ersten Blick in das Hotel verliebt habe. 

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Der Februar hatte es in sich für mich. Zuerst stand ich das erste Mal auf Skiern und dann schickte mich das Büro noch an die Luzerner Fasnacht. So kam es, dass ich als Fasnachts-Neuling am Güdis-Montag durch die Gassen der Luzerner Altstadt streifte und versuchte der Fasnachts-Hysterie auf die Spur zu kommen. Sofern man das noch streifen nennen kann, wenn man mit jedem Schritt auf dem bierverschmierten Boden kleben bleibt.

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Kennst du das? Jemand versucht dir etwas zu erklären und weil du es nicht recht verstehst, sagt die Person «mä müäss drbii gsi si»? So geht es mir immer, wenn ich von Auswärtigen auf die Urner Fasnacht angesprochen werde. Denn bei uns gibt es neben den üblichen Konstanten wie bunte Kostüme, satirische Schnitzelbänke und rhythmische Guggenmusiken noch einen anderen Brauch: Chatzämüüsig. Sie ist schwer in Worte zu fassen, denn man muss es einfach selber erleben und geniessen. Ich versuche es trotzdem.

"«Ürner Chatzämüüsig» – ein Erklärungsversuch" weiterlesen

Der Name «Gansabhauet» verrät bereits, worum es beim Brauch aus Sursee geht: eine leblose Gans mit einem Säbel und verbundenen Augen abzuhauen. Der Anlass ist in der ganzen Deutschschweiz bekannt und zieht jedes Jahr rund dreitausend Schaulustige an. So brachial das Ritual anmuten mag, seine Entstehung ist eng mit der Wertschätzung der Gans als wertvolles Tier verknüpft, wie mir der Stadtarchivar im Gespräch eröffnet.

"In Sursee gehen sie mit dem Säbel auf die Gans los" weiterlesen