Thailändische Aromen erobern Obwalden – das «Taptim Thai» am Sarnersee

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Hast du dich immer schon gefragt wie es die süd-ostasiatische Küche an den Sarnersee geschafft hat? Ausgerechnet in die Innerschweiz, der Heimat der Säumer- und Älpler, wo herzhafte Spezialitäten wie Bratkäse, Älplermagronen, und die Käsesuppe erfunden wurden? Wo Kokosnussmilch und Grüner Curry erstmals wie Fremdwörter tönen? Gerne erzählen wir dir die Geschichte des Restaurants «Taptim Thai».

Das Restaurant Taptim Thai.

Diverse Vorspeisen werden im Taptim Thai serviert.

Von Bangkok nach Wilen an den Sarnersee

Der ehemalige Hoteldirektor Bruno Odermatt hat sich während seinen Ferien in Thailand sofort in die leichte und schmackhafte Küche verliebt und wollte diese unbedingt nach Obwalden ins Seehotel Wilerbad bringen. Er war davon überzeugt, dass er für seinen Pioniergeist belohnt wird. Um einen geeigneten Küchenchef zu finden, ging er in die besten und bekanntesten Restaurants und Hotels von Bangkok. Als er fündig wurde, bat er den Küchenchef zu sich und fragte ihn, ob er sich auf ein Abenteuer in der Schweiz einlassen möchte. Der Thai-Koch sagte nach einer kurzer Überlegungszeit zu und auf ging die Reise in die Zentralschweiz.

Max, der Thai-Küchenchef seit 23 Jahren.

Die Phoonim Schwestern vor 23 Jahren.

Vom Pionier zum Vorreiter

Mit Thai-Wochen begann im Jahr 1997 die erfolgreiche Geschichte des Restaurants Taptim Thai. Die anfängliche Skepsis gegenüber den «fremden Aromen» verflog rasch und die exotische Küche kam bei der einheimischen Bevölkerung und den Hotelgästen erstaunlich gut an. Der unerwartet grosse Erfolg der Thai-Wochen erforderte jetzt rasches Handeln.
Innert kürzester Zeit wurde das Restaurant Taptim Thai im ehemaligen Fischspezialitäten Restaurant «Rubin» als fixes Restaurant eingerichtet und eröffnet («Taptim Thai» bedeutet auf Thailändisch übrigens Rubin). Natürlich durften importiertes Thai-Geschirr und die dazu passende Dekoration nicht fehlen. Sogar ein Original-Tuktuk wurde nach Obwalden verschifft und für Gästefahrten eingesetzt. Noch heute werden wir auf diese «wilden Ritte» angesprochen.

Die Phoonim Schwestern heute.

Joe, der Thaikoch seit 11 Jahren.

Loyalität wird in Thailand gross geschrieben

Bis auf den ersten Thai-Küchenchef, dem das Heimweh zu sehr quälte, darf das Restaurant Taptim Thai stolz sein auf ein äusserst langjähriges und loyales Team. Der heutige Thai-Küchenchef Max, der seit 23 Jahren für die konstante Qualität verantwortlich ist, hat zusammen mit den Phoonim-Schwestern das aus dem Taptim Thai gemacht was es heute ist – ein weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekanntes und geschätztes Restaurant für Liebhaber der Thai-Küche. Mittlerweile wird unser Thai-Team von Joe, Ped und Lemon unterstützt. Du kennst uns noch nicht? Liebst aber die authentische Thailändische Küche und möchtest für den Genuss nicht um die halbe Welt reisen? Dann besuche uns am Sarnersee oder koche das Lieblingsrezept von Max gleich selber zu Hause nach. «Sawattdiika».

Rezept: «Phed Pad Nor Mai» – Ente mit grünen Spargeln

Lieblingsessen von Thai-Küchenchef Max

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 Entenbrüste
  • 4 EL Erdnussöl
  • 1 TL Knoblauch gehackt
  • 2 TL Sesamöl
  • 1 EL Erdnussöl
  • 8 frische Shiitake-Pilze
  • 160 gr Bambussprossen in Streifen geschnitten
  • 12 grüne Spargeln 8 EL Austernsauce
  • 400 ml dunkle Fischsauce ein wenig Fischbouillon Frühlingszwiebeln als Garnitur

Die Haut der Entenbrust mit einem scharfen Messer 3-4 mm tief einritzen (ziselieren). Mit Sesamöl und Knoblauch marinieren. Die Entenbrüste mit der Hautseite nach unten gut anbraten bis die Fettschicht knusprig ist. Anschliessend wenden und im Ofen während ca. 8 Min. bei 180° C fertig garen und beiseitestellen, 6-7 Min. ruhen lassen.

Die gewürfelten Shi-Take Pilze, die Bambusstreifen und die in 5 cm lange Stücke geschnittenen Spargeln im Wok anziehen. Die Austern- und die Fischsauce beifügen und alles zusammen aufkochen lassen. Falls die Sauce zu sehr eindickt, kann diese mit etwas Fleisch-Bouillon wieder verdünnt werden.

Die Entenbrust in dünne Tranchen schneiden, zur Sauce geben und heiss servieren. Als Garnitur nach Belieben fein geschnittene Frühlingszwiebeln darüber streuen und mit Jasminreis servieren.

In Thailand werden Spargeln zu jeder Jahreszeit gegessen. Dieses würzige und frische Gericht passt hervorragend in die Frühlingszeit hier in der Schweiz. Es ist in der Zubereitung weniger aufwändig als ein Curry und darum gut, wenn es einmal schnell gehen muss.


Links und Tipps


Gast-Blogger: Matthias, 37 Jahre, aus Stans.

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Menschen aus der Region Luzern-Vierwaldstättersee. Sie berichten über ihre persönlichen Erlebnisse, plaudern aus dem Nähkästchen und verraten unbekannte Schätze aus der Region. Ob Malerin, Grafiker oder Bauarbeiter. Sie alle verbindet die Begeisterung für ihre Region.

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