Wo Menschen und Drachen sich wohlfühlen

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Wer glaubt, dass Drachen schon längst ausgestorben sind, der war wohl noch nie im Seetal. Denn dort gibt es nicht nur Drachen in allen Schattierungen, es gibt sogar eine Hochschule für Drakologie. Dort werden unter der Leitung von Prof. Ambrosius Ferdinand Sigismund Maria von und zu Drachenfels die geheimnisumwobenen Tiere erforscht und studiert. Was? Du glaubst nicht, dass es im Seetal Drachen gibt? Dann nichts wie hin….

Schloss Heidegg – ehrwürdiger Sitz einer Hochschule

Idyllisch und majestätisch thront das Schloss Heidegg über dem Seetal. Im Sommer ist der Rosengarten ein «Muss» für Freunde der Königin der Blumen. Ausserdem erfährt man im Museum viel drüber, wie die Adligen früher gewohnt haben. Besonders interessant wird es aber im obersten Stock des Schlosses: Hier befindet sich nämlich der Hauptsitz der kleinen aber einzigartigen Hochschule für Drakologie. Mit etwas Glück trifft man den Rektor der Hochschule, Professor Ambrosius Ferdinand Sigismund Maria von und zu Drachenfels, persönlich an. Oft ist er aber im Seetal unterwegs und mit Feldforschungen beschäftigt. Junge Forscherinnen und Forscher können hier aber die speziell von Prof. von und zu Drachenfels erfundenen Apparaturen ausprobieren und erfahren so viel über die geheimnisvollen Tiere.     

Eine ganz besondere Drachenfamilie

Beim Anblick dieses schönen Schlosses würde man allerdings nicht vermuten, dass hier eine ganze Drachenfamilie wohnt. Dabei handelt es sich um eine ganz besondere Familie: Blasius der Luft-Flug-Drache und die Feld-Wald-Wiesen-Drachin Balsamia leben hier mit ihren drei Kindern Luftibus, Pummelia und Princessa. Warum einige Drachen aus der Verwandtschaft die Nase über die Ehe von Balsamia und Blasius rümpften, erfährt man an der Hörstation direkt vor dem Schloss. Ganz einfach via Smartphone kann der spannenden Geschichte gelauscht werden. Acht weitere Hörstationen mit atemberaubenden Berichten zu Drachenbeobachtungen sind im Seetal zu finden. Hier erfährt man allerlei Wissenswertes über die Essgewohnheiten von Feld- Wald- und Wiesendrachen, das uralte Wasserdrachenskelett von Beinwil am See, die ältere, stets elegant gekleidete Feuerdrachin Dracopica und was sie mit einem gelegentlichen Durcheinander im Museum Sankturbanhof in Sursee zu tun hat.

Wer will Drachenforscher werden?

Wer selbst Drachenforscher werden will, dem sei das Standardwerk «Die Seetaler Drachen Saga» empfohlen, um sich in das komplexe Thema einzuarbeiten. In dieser Enzyklopädie hat Professor von und zu Drachenfels seine Forschungserkenntnisse zu den Seetaler Drachen niedergeschrieben, um das Wissen für kommende Generationen zu sichern. Das Buch kann im Museumsshop des Schlosses Heidegg oder online, auf Seetaltourismus.ch gekauft werden. Ebenso gibt es für Nachwuchs-Forscher die Drachental-Erlebniskarte. Hier findet man alle Angebote und kann seine Forschungsreise individuell zusammenstellen. Wer sich aber bereits auf ein Drakologie-Forschungsgebiet spezialisiert hat oder einfach eine bestimmte Lieblingsdrachenart hat, kann eine der vier Drachentouren auswählen.

Flugstunden im Schongiland

Wer vom vielen Forschen im ganzen Seetal ein bisschen den Kopf auslüften muss, dem sei das Schongiland empfohlen. Im Erlebnispark, der als Familienbetrieb in zweiter Generation geführt wird, gibt es eine Drachenflugschaukel, auf der es sich wunderbar entspannen lässt. Allerdings braucht es dazu schon ein bisschen Drachenkraft – denn die Schaukel wird mit reiner Muskelkraft betrieben. So bekommt man auch gleich ein Gefühl für das Fliegen und kann sich vielleicht vorstellen, wie es sich für die Luft-Flug-Drachen anfühlt über die sanften Seetaler Hügel zu gleiten.


Weitere Links und Tipps


Gast-Bloggerin: Michèle Jörg Dittli ist Wanderleiterin, Wildkräutersammlerin, Volgellauscherin, Mutter von zwei Jungs, Wolkenbeobachterin und vieles mehr. Sie verbringt so viel Zeit wie möglich in der Natur, manchmal sehr aktiv und manchmal ganz gemütlich.

Menschen aus der Region Luzern-Vierwaldstättersee. Sie berichten über ihre persönlichen Erlebnisse, plaudern aus dem Nähkästchen und verraten unbekannte Schätze aus der Region. Ob Malerin, Grafiker oder Bauarbeiter. Sie alle verbindet die Begeisterung für ihre Region.

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