Schacherseppli-Erlebnisweg – Auf den Spuren des wohl bekanntesten Schweizer Jodlers

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«Ich bi dr Schacherseppäli, im ganzä Land bekannt…» Eben habe ich wieder einmal das Lied im Radio gehört. Ja, bekannt ist der Schacherseppli nicht nur in Giswil, dem Heimatort von Ruedi Rymann. Zu seinem Andenken wurde in Giswil ein Erlebnisweg geschaffen. Giswil liegt am Südende des Sarnersees inmitten einer grossräumigen Erholungslandschaft. Heute nehme ich alle meine vier Grosskinder zu einem unvergesslichen Ausflug mit und wir begeben uns auf die Spuren des wohl bekanntesten Schweizer Jodlers.

Der Schacherseppli-Erlebnisweg ist mit Wegweisern markiert.

Begrüssung am Bahnhof

Kaum aus der Zentralbahn gestiegen werden wir vom Schacherseppli begrüsst. Eine überlebensgrosse Holzfigur lächelt uns entgegen und weist uns zum Ausgangspunkt unserer gemütlichen Wanderung. Der Erlebnisweg ist in zwei Routen eingeteilt. Die kürzere blaue Route ist dem Lied gewidmet und der längere rote Weg dem Leben des Jodlers und Wildhüters Ruedi Rymann.
Der erste Posten ist in einem alten Stall. Das Heubett sieht aus, als sei es eben verlassen worden. Neugierig drückt mein Enkel Lars einen Knopf an der grossen Musikbox an der Wand.  Das Schacherseppli-Lied ertönt…

Schacherseppli Holzfigur am Start des Erlebniswegs.
Schacherseppli-Stall mit Musikbox.

Die blaue Route

Der Weg verläuft entlang der Laui aufwärts auf dem rechtsseitigen Ufer, überquert die Grossteilerstrasse bei der gedeckten Holzbrücke, führt weiter der Laui entlang bis zum Schärmehüttli. Unterwegs kommen wir an verschiedenen Attraktionspunkten vorbei, die das Lied
«Dr Schacherseppeli» Strophe für Strophe illustrieren. Am meisten Spass haben die Kinder an der Klanginstallation, einer Art riesigem Xylophon, auf dem sie das Schacherseppeli-Lied spielen können.

Wer spielt das Schacherseppli-Lied ohne Fehler auf dem Riesen-Xylophon nach?

Eine Stärkung zwischendurch

Beim «Schärmehüttli» steht eine grosszügige Grillstelle zur Verfügung. Ein wunderschöner Platz im Wald, der zum Bräteln und Spielen einlädt. Spontan entscheide ich mich, meinen nächsten Geburtstag hier zu feiern und trage mich auf der Reservierungsliste ein, die im Hüttli an der Wand hängt. Älplermagronen aus dem Chessi, das ist die Idee. (Auf Anfrage werden die Magronen für Gruppen ab 10 Personen im Chessi gekocht, Anmeldung bei Giswil-Mörlialp Tourismus).  Nachdem wir uns gestärkt und die Kinder sich ausgetobt haben, gehen wir weiter, durch den Forstwald und über die Brücke bis zur alten Kirche. Die blaue Route führt über den Lauisteg, dann rund 100 Meter in Richtung Durnacheli, rechts über die Allmend zur gedeckten Brücke und zurück zum Bahnhofweg und zum Ausgangspunkt. Wir sind aber noch nicht müde und wollen auch die rote Route gehen.

Gedeckte Feuerstelle Schärmehüttli.

Die rote Route und ein wohlverdientes Dessert

Die rote, längere Route führt ab der alten Kirche über den rechtsseitigen Lauidamm über den Rietlisteg in den Grossteil und verläuft hier quer durch die liebliche Grossteiler Ebene. Diese Route bietet an sieben Attraktionspunkten willkommene Verschnaufpausen mit Wissenswertem aus Ruedi Rymann’s Leben und spannenden Spielen. Da ist die Slackline und ein wahrer Wettkampf entbrennt. Alex ist der beste Seiltänzer. Am «Wildposten» erfahren wir Interessantes aus Ruedi Rymann’s Zeit als Wildhüter. Hier besteht die Aufgabe darin, ohne etwas zu sehen in einen Kasten zu greifen und zu erraten, welches Fell zu welchem Tier gehört. Bei diesem Spiel gewinnen Lena und Elly. Und dann ist da noch das grosse Memory-Spiel und wir wetteifern, wer das beste Gedächtnis hat.

 «Grossmami, wir haben Durst!» Klar, ganz in der Nähe ist ja der Landgasthof Grossteil, wo wir uns ein wohlverdientes Dessert gönnen. Von der Grossteiler Kirche mit dem Friedhof, wo Ruedi Rymann seine letzte Ruhestätte gefunden hat, gehen wir anschliessend weiter durch den Chilchweg, vorbei an der Käserei Schnider, wo als Spezialität der Schacherseppli-Käse hergestellt wird. Von da taucht der Weg in den Grundwald ein, führt über den linksseitigen Lauidamm und mündet in die blaue Route ein, zurück zum Ausgangspunkt. 

Brücke über die Laui.
Post Nr. 15: Wer kennt sich bei den Alpenblumen am besten aus?

Tourendetails:

Die blaue Route ist Kinderwagen- und Rollstuhltauglich (Brücke Laui 80 cm).

  • Strecke blaue Route: ca. 4 km
  • Strecke rote Route: ca. 10 km

Tipps und Links:


Gast-Bloggerin: Doris Ming aus Sarnen

Menschen aus der Region Luzern-Vierwaldstättersee. Sie berichten über ihre persönlichen Erlebnisse, plaudern aus dem Nähkästchen und verraten unbekannte Schätze aus der Region. Ob Malerin, Grafiker oder Bauarbeiter. Sie alle verbindet die Begeisterung für ihre Region.

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