Vollmondfondue im Jurtendorf

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Dafür braucht ihr nicht in die Mongolei zu reisen! Zuhinterst im Luthertal im ganzjährig bewohnten Jurtendorf tauchten wir in eine andere Welt ab, sassen bei einem Vollmondfondue am Lagerfeuer und philosophierten über das einfache Leben.

Ankunft

Schon der Weg zum Jurtendorf entschleunigt. Ab dem Wallfahrtsort Luthern Bad führt ein 15-minütiger Fussweg zum idyllisch gelegenen Jurtendorf. Dort werden wir herzlich empfangen und stärken uns mit einem Apéro.

Blogbeitrag: Die Kraft des Wassers in Luthern Bad

Das Jurtendorf

Markus, der seit einem Jahr hier lebt und auswärts arbeitet, macht mit uns eine kurze Führung durch das Dorf und erzählt uns, wie es dazu kam, dass nun 9 Personen das ganze Jahr hindurch in dieser Gemeinschaft leben. Er erklärt uns den Unterschied zwischen einer mongolischen und einer schweizerischen Jurte und beantwortet unsere Fragen zum Alltagsleben. Markus betont, dass es hier keine Hippiekommune oder ein Esoterikzentrum sei, sondern ein Ort, an dem sich Menschen aus allen Schichten und Ethnien wohlfühlen sollen.

Die Jurten

In jeder Jurte steht ein Holzofen, umgeben sind die Jurten von einer wetterfesten Stoffschicht, welche alle sechs bis acht Jahre ausgetauscht werden muss. Wir schauen in eine der Winterjurten, welche gemietet werden kann. Das Innere der Jurte wirkt hell und luftig, der runde Raum ist mehr als drei Meter hoch und hat einen Durchmesser von sechs Metern. Der Boden ist aus hellem Holz, und durch das Fenster in der Türe und die Plexiglaskuppel fällt genügend Licht. Es sieht wirklich gemütlich aus und wir wünschen uns, wir hätten gleich eine Übernachtung dazu gebucht.

Das Essen

Als wir zu «unserer» Jurte zurückkommen, brennt schon ein Lagerfeuer und das Fondue köchelt im Pfadikessel vor sich hin. Und so sitzen wir gemütlich um das Feuer und tunken unsere Gabeln, welche praktischerweise an Stecken gebunden sind, ins feine Fondue. So unter dem Sternenhimmel, der Mond versteckt sich noch, sinnieren wir über das einfache Leben und die Zufriedenheit, welche die BewohnerInnen ausstrahlen.

Das Dessert nehmen wir in der Jurte ein. Diese ist behaglich warm und liebevoll eingerichtet. Die runden Wände vermitteln ein speziell kuschliges Raumgefühl und noch lange sitzen wir am Tisch und spielen Karten, bevor wir im Mondschein den Rückweg unter die Füsse nehmen.

Fazit

Wir sind wirklich beeindruckt, was für eine friedliche und entspannte Stimmung hier im Jurtendorf herrscht und wie sie auf uns abfärbt. Ob es wohl auch damit zu tun hat, dass wir hier nur bedingt Handyempfang haben? Es ist eine eigene Welt, wo die BewohnerInnen zu grossen Teilen Selbstversorger sind und einen grossen Gemüsegarten, eine Gewächshausjurte und sogar eine eigene Quelle besitzen. Hier auf diesem friedlichen Flecken Erde lässt es sich im wahrsten Sinne eine Auszeit nehmen.

So sieht es im Sommer aus!

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Infos und Tipps


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Anna lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Luzern und ist am liebsten draussen in der Natur oder im Garten. Ob zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs, Hauptsache der Weg ist noch ein wenig wild und ursprünglich. Durch ihre Arbeit bei Willisau Tourismus hat sie die Napfberglandschaft kennen und lieben gelernt.

1 Gedanke zu „Vollmondfondue im Jurtendorf

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