Eine Winternacht im Herzen der Schweiz

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Arbeitskolleginnen und -kollegen…Nicht immer ein einfaches Thema. Klar, meistens haben wir es gut in unserem jungen Team. Wenn es aber im Januar um unseren Teamausflug geht, zerren einige von ihnen ganz schön an meinen Nerven. Damit ist klar: ICH bin für diesen Ausflug zuständig. Und vom diesjährigen Anlass auf der Mörlialp werden wir hoffentlich noch lange reden.

Verantwortlich für den Teamausflug bin ich seit der Firmengründung vor vier Jahren schon. Was habe ich seither nicht bereits alles auf die Beine gestellt (Von dem einen Mal, als der Finanzchef beim Schlittschuhfahren sein Knie verletzt hat, ganz abgesehen).

Aber zurück zu den Ansprüchen meiner Kolleginnen und Kollegen. Wenn nur jede und jeder ihre, bzw. seine Sonderwünsche anbringen kann. «Action», «Nicht zu viel Action», «Was Romantisches», «Nichts Gefühlsduseliges», «Nicht zu weit, wegen dem Heimweg», «Können wir nicht über Nacht bleiben?» Die besonderen Essenswünsche sind da noch gar nicht drin. Manchmal kommt mir das Ganze vor wie ein gordischer Knoten.

Ein Programm für jedes Abenteuerlevel

Dieses Jahr habe ich ihn aber sehr souverän gelöst, den Knoten. Das hat sogar die Firmengründerin erkannt. «Martin, so gut gefallen hat mir unser Teamausflug noch nie», meinte sie. Und auch der Rest war sehr zufrieden.

Skigebiet Mörlialp bei Nacht

Das kam so: Zielort Mörlialp, Kanton Obwalden. Smart, weil schnell und gut erreichbar. Ich will ja, bevor es losgeht, nicht ewig mit allen im Bus sitzen. Überzeugt hat meine Kolleginnen und Kollegen (und die Chefin) aber vor allem das Programm. Das habe ich aufgeteilt und zum ersten Mal für die Nacht geplant. Also: Die besonders Aktiven schicke ich zum Nacht-Skifahren bei Flutlicht. Gut aufwärmen, ein paar Runden frei auf der Piste, dann ein einfacher Riesenslalom auf der permanenten Rennstrecke. Kräftemessen.

Schneeschuhwandern auf der Mörlialp
Nachtskifahren auf der Mörlialp

Die Nicht-Nacht-Skifahrerinnen und -fahrer habe ich mit einer geführten Schneeschuhwanderung mit Sagenerzählung überrascht. Auf dem Weg Richtung Merliseeli und Iwi-Kapelle gab es im verschneiten Wald nicht nur Sagenhaftes zur Region, sondern auch echt guten Glühwein und Ausblicke über den Sarnersee und das Lichtermeer des Sarneraatals. Mich persönlich fasziniert an solchen Orten ja auch immer der Blick in den Sternenhimmel.

Nach dem Fondue die Schlittenfahrt

Anschliessend ging es mit der Sesselbahn (warme Decken hatte ich natürlich organisiert) hinauf zur Bully-Bar. Vor dem Fondue-Essen wurde noch die Preisverleihung des Skirennens abgehalten; die neue Praktikantin hat alle um mehr als drei Sekunden geschlagen! Nach einem sehr gemütlichen Essen mit vielen Sitzplatz-Rochaden und sympathischen Gesprächen stand dann noch der Weg vom Berg auf dem Programm. Das Transportmittel meiner Wahl: Rustikale Holzschlitten. Schwungvoll ging es damit hinunter ins Bergrestaurant Mörlialp, wo’s dann noch die letzten warmen Getränke, den einen oder anderen Absacker und viele weitere Anekdoten aus der Geschichte unseres jungen Start-Ups gab.

Bergrestaurant Mörlialp

In der folgenden Woche habe ich dann mehr als einmal gehört, wie jemand von unserem «wunderbaren Winteranlass» geschwärmt hat. Und habe ich schon erwähnt, was unsere Chefin dazu meinte…?

Damit dürfte feststehen, wer auch das nächste Mal für den Teamanlass verantwortlich ist. Ich überlege, aus der Mörlialp eine Tradition zu machen.

Gast-Blogger: Martin A., 34 Jahre, aus Zug


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alle Fotos stammen von © Christian Imfeld

Menschen aus der Region Luzern-Vierwaldstättersee. Sie berichten über ihre persönlichen Erlebnisse, plaudern aus dem Nähkästchen und verraten unbekannte Schätze aus der Region. Ob Malerin, Grafiker oder Bauarbeiter. Sie alle verbindet die Begeisterung für ihre Region.

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