Bergvogel-Exkursion in Maria-Rickenbach

Kategorien Natur, Nidwalden, Tiere, Wandern

Seit über 40 Jahren bin ich feldornithologisch unterwegs im Kanton Nidwalden. Es ist mir ein Bedürfnis und eine Freude diese Naturschönheiten möglichst vielen naturbegeisterten Interessierten weiterzugeben. Der Hotspot für Vogelbeobachtung ist diesbezüglich Maria-Rickenbach, Buochserhorn und Musenalp.

Mit mir erkundigst du die vielfältige Vogelwelt der Alpweiden und Bergwälder. Du erhältst Einblick in die speziellen Anpassungen der Bergvögel an ihre raue Umwelt. Sei versichert, es wird dir nie langweilig.

vielfältiger Lebensraum garantiert vielfältige Vogelwelt

Vogelarten bestimmen

Als Frühaufsteher bist du mit mir unterwegs. Wir nehmen die Luftseilbahn Dallenwil-Niederrickenbach um 05.00 Uhr und fahren hoch nach Niederrickenbach. In der frischen Bergluft wandern wir durch das verschlafene Klosterdorf «Maria-Rickenbach», begleitet von den ersten Vogelgesängen Richtung Alp Ahorn. Immer wieder stoppen wir und lauschen den verschiedenen Vogelstimmen. Horch, wer singt uns da ein Willkommensgruss? Mit dem Fernrohr, Feldstecher, dem Bestimmungsbuch sowie einer Vogelgesang-App versuchen wir die verschiedenen Arten zu bestimmen. Welch eine Freude, wenn sich der erkannte Vogel zeigt! Hast du gewusst, dass es unterschiedliche Stimmen der gleichen Art gibt? Ist es nun ein Warnruf, ein Lockruf, ein Verbindungsruf oder der eigentliche Gesang dieser Vogelart? Um das herauszufinden, braucht es ein geschultes Ohr das ich dir gerne beibringe.

links: Aufstieg von der unteren Musenalp zum Gipfel
mitte: die Heimat des Mauerläufers am Stollen auf dem Weg zur Musenalp
rechts: Nicht nur hoch in den Bäumen sondern auch am Boden präsentieren sich kleine Naturwunder – der geschützte Frauenschuh

Vielfalt der Natur

Ich verspreche dir, dass dir auf dieser Wanderung über 30 Vogelarten begegnen werden. Welch eine Vielfalt sich da auf dieser Wanderung hoch zu Musenalp präsentiert!

Du siehst Arten, die immer noch als exklusiv betrachtet werden dürfen. Die Klappergrasmücke, der Zitronenzeisig, der Fichtenkreuzschnabel, der Baumpiper sowie der Kuckuck sind sehr selten zu sehende Bergbewohner.  Häufiger auf dieser Höhenstufe anzutreffende Arten sind Misteldrossel, Singdrossel, Tannenmeise, Hänfling, Buchfink, Mönchsgrasmücke. Der Mauerläufer, ein typischer Felsbewohner, ist mit etwas Glück von der Kabine der Musenalp-Bahn am Stollen zu beobachten. Eine aussergewöhnliche, einzigartige Wanderung. Entsprechend ist die Wanderzeit von Niederbach auf die Musenalp von normal 1 1/2 Std. auf 5 Stunden verlängert. Aber sei versichert, es wird dir nie langweilig.

Beobachtung des Baumpipers beim Balzflug
Baumpieper im Sommerkleid © Marcel Burkhardt

Eines ist gewiss, du wirst nach dieser Exkursion die Alpweiden und Bergwälder mit ganz anderen Augen durchstreifen. Sei jedoch nicht enttäuscht, wenn du dann manchmal diese Sänger nicht immer sehen kannst – dazu braucht es ein geschultes Auge. Aber mit etwas Geduld wirst auch du immer wieder ein Erfolgserlebnis haben.

Gast-Blogger: Valo ist Klärwerkfachmann bei ARA Rotzwinkel in Stans. Seit Kindesbeinen ist er am liebsten in der Natur unterwegs. In den frühen Morgenstunden verbringt er als leidenschaftlicher Angler gerne Zeit auf dem Wasser. Im Winter ist der begeisterte Skifahrer auf den Pisten anzutreffen.


Infos und Tipps


Copyright Titelbild: © Marcel Burkhardt

Menschen aus der Region Luzern-Vierwaldstättersee. Sie berichten über ihre persönlichen Erlebnisse, plaudern aus dem Nähkästchen und verraten unbekannte Schätze aus der Region. Ob Malerin, Grafiker oder Bauarbeiter. Sie alle verbindet die Begeisterung für ihre Region.

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