Indoor und Schwarzlicht: so hast du noch nie Minigolf gespielt!

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In Ruswil befindet sich die erste turnierfähige Indoor-Minigolfanlage der Schweiz. Abends wird hier bei Schwarzlicht gespielt und Minigolfen wird zum einzigartigen Freizeiterlebnis. Ich bin in die Schwarzlicht-Welt abgetaucht, habe mir die 18 Bahnen vorgenommen und alle Höhen und Tiefen des Mingolf-Sports durchleben müssen.

Es ist stockdunkel und die Augen brauchen einen Moment, bis sie sich an die besonderen Lichtverhältnisse in der Indoor Minigolf-Anlage in Ruswil gewöhnt haben. Minigolf-Parcours kenne ich ja, aber einen wie diesen habe ich noch nie gesehen: Er befindet sich in einer umgebauten Scheune und er sieht aus, wie ich mir einen Minigolf-Kurs am Burning Man oder am Tomorrowland Festival vorstellen würde. Die Bahnen, die Schläger, die Bälle – alles strahlt im ultravioletten Licht und ich kann es kaum erwarten, loszuspielen.

Ruswil: Was von aussen wie eine ganz normale Scheune aussieht…

…birgt innen die abgefahrenste Minigolf-Anlage der ganzen Schweiz.

Die ultraviolette Beleuchtung lässt alles in der Minigolf-Anlage aufleuchten. Vom Schläger und dem Ball…

…bis zu den Bahnen mit ihren vielseitigen Hindernissen; darunter auch ein Looping.

Turnierfähige Anlage

Das Feeling hier drin ist grossartig und wir machen uns sofort an die erste der insgesamt 18 Bahnen. Mit einem schnurgeraden und präzis dosierten Putt legt meine Kontrahentin Barbara gleich ein Hole-in-One vor. Ich ziehe nach, muss mich aber mit einem Zweier begnügen. Mir fällt auf, dass der Ball auch beim langsamsten Tempo die Richtung hält. Die Oberflächen der Bahnen sind perfekt waagerecht und eben. Es ist nicht irgendeine Anlage, sie ist genormt und turnierfähig. Ausserhalb der regulären Öffnungszeiten spielen in Ruswil regelmässig die Profis auf.

Die Dreiecke auf Bahn Nummer zwei bringen mich noch nicht ins Schwitzen…

…doch ich verliere die Contenance bei Bahn Nummer zehn. Das Hole ist hier in der Mitte dieser unsäglichen Wölbung platziert. Meine Leistung bricht ein, ich versage kläglich.

Und so sieht die Anlage bei normalem Tageslicht aus. Das Foto wurde von der Galerie aufgenommen, wo sich Sportlerinnen und Sportler eine Pause gönnen und das Geschehen in der Halle überblicken können. © Golf Rottal.

Wir absolvieren zügig eine Bahn nach der anderen, es sind nur wenige Leute da, weil draussen schönes Wetter ist. Die Schwierigkeit der Bahnen nimmt laufend zu: Am Anfang sind die Hindernisse ein Kinderspiel, auf den Bahnen 7 bis 12 wirds langsam echt anspruchsvoll und auf den letzten Bahnen ist mir nur noch zum Heulen zu Mute. Den Klassiker mit der Abschussrampe und dem Fangnetz dominiere ich souverän und der Ball landet beim ersten Schuss im Netz.

Sie ist der Liebling von vielen und sieht viel einfacher aus, als dass sie ist. Nummer fünfzehn braucht Gefühl, wenn der Ball beim ersten Versuch im Netz landen soll.

Die unbezwingbare Bahn Nummer 18

Doch auf der allerletzten Bahn bin ich komplett ratlos. Nummer 18 hat die Form eines Blitzes und wir finden nicht heraus, wie wir den Ball hinüber in den nächsten Abschnitt bringen. Alle möglichen Anspielwinkel testen wir aus, schnelle Schüsse, langsame Schüsse – nichts hilft.

Genial und superpraktisch: Das griffseitige Ende des Schlägers nimmt den Ball wie ein Saugnapf auf und das lästige Bücken hinunter zum versenkten Ball ist nicht mehr nötig.

Bahn Nummer achtzehn mit dem spitzwinkligen Knick in der Mitte ist unglaublich knifflig. Wir scheitern.

Wir kommen wieder

Wäre es ein regnerischer Tag, wäre die Anlage rappelvoll. Das erzählt uns Betreiber Leo Muff, dem wir beim Verlassen Bälle und Schläger zurückgeben und der uns ein BonBon offeriert. Ich freue mich für ihn, dass die Anlage gut läuft und sich die Investition lohnt. Besucherinnen und Besucher allen Alters kommen vorbei, berichtet er, darunter auch viele Familien. Immer häufiger kommen auch ganze Vereine vorbei, die oben den Minigolf-Parcours absolvieren und sich dann drüben im «Wöschhus» mit einem Apéro belohnen.

Beim Schreiben dieses Beitrages habe ich lange das Bild der unmöglichen Bahn ganz am Schluss des Parcours betrachtet und ich glaube, ich habe nun herausgefunden, wie ein erfolgreicher Schlag angesetzt werden muss. Nummer achtzehn und ich sind noch nicht quitt…


Infos und Tipps


Marco ist am Sempachersee aufgewachsen und kennt die Region wie seine Westentasche. Das Schreiben ist seine Passion und er glaubt ungebrochen an die Kraft von spannenden Geschichten. Das hat er zu seinem Beruf gemacht und heute ist er digitaler Marketer und selbstständiger Contentprofi. Marco bloggt für Sempachersee Tourismus, spricht fliessend Digital, fotografiert leidenschaftlich, rennt, klettert, übernachtet im Zelt und seit er einen VW-Bus besitzt, besteigt er eigentlich kaum noch ein Flugzeug.

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