Anisvögel – nach einem typischen Obwaldner Rezept

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Früh ist es dunkel, die weihnachtliche Beleuchtung erhellt die Strassen und aus den Häusern duftet es nach frischem Gebäck. Wie wäre es mal mit einem Anisvogel nach einem Rezept der Obwaldner Landfrauen anstatt dem traditionellen Grittibänz?

Obwaldner Landfrauen und Nidwaldner Bäuerinnen kochen – so heisst das gemeinsame Projekt, das unsere zwei Verbände mit viel Freude und Elan im Jahr 2005 verwirklicht haben. Dieses Jahr durften wir bereits die 8. Auflage drucken. Es sind Alltagsrezepte und viele einheimische Spezialitäten. Wenn es dich «gluschtig» macht, ist das Kochbuch in unserem Shop erhältlich.

Lungerer Anisvögel statt Grittibänz

In Lungern sind die Anisvögel zur St. Niklaus- und in der Weihnachtszeit eine alte Tradition und nicht wegzudenken. Auch die Heimweh-Lungerer wissen die Anisvögel immer zu schätzen. Wenn der «Samiglois» von Haus zu Haus, geht bringt er den Familien nicht nur Nüsse und Mandarinen, nein auch die Anisvögel hat er in seinem Sack. Die älteren Bewohner von Lungern bekommen vom «Samiglois» ein Aniskranz. 

Das Kochbuch.
Margrit Furrer.

REZEPT ANISVÖGEL

reicht für ca. 18 Vögel

  • Mehl, Salz und Zucker gut mischen, Hefe in etwas lauwarmer Milch auflösen, dazugeben
  • Restliche Milch, Rahm, Anis und Sultaninen beifügen und alles gut verkneten, etwa 30 Minuten an einem warmen Ort aufgehen lassen
  • Teig in etwa 18 gleich grosse Stücke teilen, Rollen von ca. 25 cm Länge formen und damit einfache Knoten knüpfen oder beim Knoten einmal mehr umschlingen und durchziehen
  • Einen Schnabel formen
  • Auf ein mit Backtrennpapier belegtes Kuchenblech setzen, mit dem verklopften Eigelb bestreichen und nochmals gehen lassen
  • Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad (Umluft) etwa 20 Minuten backen

Zutaten

1 kg Mehl
1 El Salz
1 ½ El Zucker
40 g Hefe
4 dl Milch
2 dl Rahm
1 ½ El Anis
3 El Sultaninen
1 Eigelb

Das Rezept

Hefeteig mit Anis und Sultaninen.

Die Anisvögel werden aus einem klassischen Hefeteig mit Anis und Sultaninen hergestellt. Etwas kniffliger ist die Bildung des «Vogels» 😊. Es wird eine Rolle geformt und dann wird der Vogel geknotet.

Wichtig ist, dass der Kopf oben rauskommt und mit den Fingern ein Schnabel geformt wird. Hat dich dieses Rezept angesprochen? Dann wünschen wir viel Spass beim Ausprobieren. Ä giotä!

Die fertigen Kreationen.

Weitere Links und Tipps


Gast-Bloggerin: Petra Rohrer, Landfrauenverband Obwalden.

Fotos: Fränzi Gasser, Landfrauenverband Obwalden.

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Menschen aus der Region Luzern-Vierwaldstättersee. Sie berichten über ihre persönlichen Erlebnisse, plaudern aus dem Nähkästchen und verraten unbekannte Schätze aus der Region. Ob Malerin, Grafiker oder Bauarbeiter. Sie alle verbindet die Begeisterung für ihre Region.

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