Nachhaltig unterwegs – Freizeitspass im Schongiland

Kategorien Allgemein, Familie, Nachhaltigkeit, Seetal

Ein Tag voller Lachen, Spielen und Staunen: Für den Gottitag mit meiner vierjährigen Nichte wollte ich etwas Besonderes planen. Unsere Wahl fiel auf das Schongiland im Luzerner Seetal. Und so viel sei vorweggenommen: Wir wären am liebsten gleich dageblieben.

Eingangsbereich Schongiland

Ankommen, losrennen, staunen

Schon die Anreise ins Schongiland war überraschend entspannt. In Hitzkirch sind wir in den Bus 107 umgestiegen und knapp 20 Minuten später standen wir vor dem Schongiland oberhalb von Schongau. Kaum angekommen, wusste ich: Das passt. Der liebevoll gestaltete Spiel- und Erlebnispark ist überschaubar, familienfreundlich und bietet Attraktionen für Kinder bis rund 12 Jahre.

Mitten im Park steht eine historische Steinmühle aus dem Jahr 1036. Gemeinsam entdeckten wir, wie früher Getreide gemahlen wurde. Ein schöner Einstieg in einen Tag, der Tradition, Spiel und Spass verbindet.

Spiel, Spass und ganz viel Rodeln

Unser absolutes Highlight war die 380 Meter lange, wetterfeste und überdachte Rodelbahn. Ob bei Sonne oder leichtem Regen: Gerodelt wird immer. Und wir haben das ausgiebig getestet. Bestimmt fünfzehnmal sind wir den Hang hinuntergesaust. Jedes Mal begleitet von Kinderlachen – oder war wohl doch mein Lachen lauter?

Auch die Kinderbaustelle mit Bagger und Kran hatte es meiner Nichte angetan. Selbst schaufeln, heben, bauen: Hier wird Spielen zum echten Erlebnis. Die Zeit verging wie im Flug.

Wusstest du, dass es in der Schweiz nur im Schongiland eine komplett überdachte Rodelbahn gibt?
In der Schongi-Kinderbaustelle kann gebaggert und gekrant werden.
alle Attraktionen des Schongilands auf einen Blick

Unsere fünf liebsten Attraktionen

Neben der Rodelbahn und der Kinderbaustelle haben uns besonders diese Posten begeistert:

Schongi-Loop & Drachenflugschaukel: Genau richtig für einen ersten kleinen Nervenkitzel.
Indoor-Spielplatz: Ideal zum Austoben, egal bei welchem Wetter.
Expo-Rutsche: Mit einem Teppich allein oder zu zweit die lange Rutsche runtersausen.
Butterfly & weitere Fun-Rides: Abwechslungsreich und perfekt für zwischendurch.
Wasserspielplatz: Matschen, stauen, ausprobieren. Gerade beim Wasserspielplatz fand ich spannend, dass hier Grundwasser genutzt wird, um Trinkwasser zu sparen. Solche Details fallen nicht sofort auf, zeigen aber, dass mitgedacht wird.

Ein Familienbetrieb mit Blick nach vorne

Das Schongiland wurde 1991 von Seppi Müller gegründet, der sich damit seinen Kindheitstraum vom eigenen Freizeitpark erfüllte. Heute führen Thomas Müller, seine Frau Renata und Tochter Jessica mit ihrem Verlobten Stefan den Familienbetrieb weiter und beschäftigen über 30 Mitarbeitende.

Als zukunftsorientiertes Unternehmen beteiligt sich das Schongiland am Schweizer Nachhaltigkeitsprogramm Swisstainable (Level 1) und bekennt sich zu einem verantwortungsvollen Tourismus. Eine eigene Solaranlage hilft dabei, den Strombedarf nachhaltig zu decken und fossile Brennstoffe zu reduzieren. Für mich als nachhaltigkeitsaffine Person ein wichtiges Zeichen.

Auch für Jessica Müller spielt Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle: «Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Unser Konzept schafft einen Raum, in dem Kinder und Erwachsene wertvolle gemeinsame Zeit in der Natur verbringen können – bewusst und ohne Bildschirmablenkung.» Gerade die Natur rund um das Schongiland sei dabei besonders wichtig: «Was wäre das Schongiland ohne seine grünen Wiesen, die blühenden Birken und die Vielfalt an Wildblumen?» Der achtsame Umgang mit diesen Ressourcen sei deshalb nicht nur Verantwortung, sondern Verpflichtung. Entsprechend arbeite das Team kontinuierlich daran, Prozesse und Angebote weiterzuentwickeln, um die ökologische Wirkung langfristig zu verbessern.

Auch im Alltag zeigt sich dieses Engagement: Im Schongistro, dem Selbstbedienungsrestaurant, wird konsequent auf Mehrweggeschirr gesetzt und nur bei Bedarf auf Einwegprodukte zurückgegriffen. So wird Abfall reduziert und das Mittagessen schmeckt gleich noch besser. Die obligate Glace nach dem Essen genossen wir unter Sonnenschirmen aus recycelten Materialien.

Im modernen Selbstbedienungs-Restaurant und der grossen Gartenwirtschaft mit über 200 Plätzen werden Durst und Hunger gestillt.

Ein Gottitag, der bleibt

Für mich war dieser Ausflug mehr als nur ein Freizeitparkbesuch. Wir haben gelacht, sind gerodelt, haben geplantscht und gestaunt – und ich selbst wurde wieder ein bisschen zum Kind. Dass mein Gottimeitli mich seither regelmässig fragt, wann wir endlich wieder ins Schongiland gehen, spricht wohl für sich. Beim nächsten Mal nehme ich auch ihren älteren Bruder mit. Auf der Kart- oder Bikebahn findet er bestimmt zusätzliche Herausforderungen. Und dank der überschaubaren Grösse des Parks kann ich beide guten Gewissens selbstständig losziehen lassen.

Auf einer 900 m2 grossen Bike-Bahn-Aussenlage können sich die Kinder austoben. Bikes und Schutzausrüstung sind gratis verfügbar.
Trotz der zahlreichen Attraktionen bleibt das Schongiland übersichtlich.

Weitere Informationen & Links:

Das Schongiland eignet sich perfekt für einen Halb- oder Tagesausflug. Picknickplätze, Grillstellen und die familienfreundliche Infrastruktur machen es unkompliziert. Folgende Tipps habe ich dir zusammengestellt:

  • ÖV-Anreise: Mit der Linie 107 ab Bahnhof Hitzkirch bis „Schongau Erlebnispark“.
  • Saison/Öffnungszeiten: Frühling bis Herbst (aktuelle Zeiten auf der Website prüfen.
  • Eintritt: Kann bequem von zu Hause über den Online-Shop gelöst werden. Eine Preisübersicht findest du auf der Website.  
  • Events: Newsletter abonnieren und Veranstaltungen wie Kinderschminken oder Bauernmarkt nicht verpassen.
  • Geburtstagsbonus: Kinder bis 14 Jahre erhalten an ihrem Geburtstag freien Eintritt. Miete das Mülistübli mit ca. 20 Sitzplätzen für den Kindergeburtstag.
  • Souvenir-Tipp: Schongi oder Schongina als Plüsch sowie weiteres Merchandise gibt es im (Online)Shop.
  • 2für1 Seetal Booklet 2026: Das Schongiland ist auch mit einem 2-für-1-Eintritt im Gutscheinbuch vertreten. (Booklet bestellen: https://2f1.ch/)

Gast-Bloggerin: Melanie Widmer – Aufgewachsen in Reinach AG lebt Melanie mittlerweile in Lenzburg. Als Leiterin der Geschäftsstelle von Seetal Tourismus und Freelance Flight Attendant ist sie viel im Seetal unterwegs und reist durch die Welt. Sie sieht das Seetal als ihre Heimat und berichtet gerne über die vielfältigen Erlebnisse und Angebote aus der Region.

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Menschen aus der Region Luzern-Vierwaldstättersee. Sie berichten über ihre persönlichen Erlebnisse, plaudern aus dem Nähkästchen und verraten unbekannte Schätze aus der Region. Ob Malerin, Grafiker oder Bauarbeiter. Sie alle verbindet die Begeisterung für ihre Region.

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