Auf dem «Chrüterhäxli Lilli Gwonderwäg»

Kategorien Familie, Natur, Wandern, Willisau

Man nehme einen warmen Spätsommertag, einen spannenden Themenweg, zwei kleine Experten und voilà: eine kurzweilige Familienwanderung im Napfgebiet. Ob die «gwunderigen» Kinder am Ende des Ausfluges wohl das Chrüterhäxli angetroffen haben?

Vorfreude

An einem angenehm warmen Spätsommertag machte ich mich auf in Richtung Hergiswil bei Willisau. Dort habe ich mich mit einer Freundin und ihren zwei Kindern (4 und 6 Jahren) verabredet, um mit ihnen den Nachmittag auf dem «Chrüterhäxli Lilli Gwonderwäg» zu verbringen. Voller Vorfreude erzählten mir ihre Sprösslinge bei der Ankunft, dass sie diesen Ausflug schon mehrmals gemacht haben. Sie verrieten mir sogleich auch, auf welchen Posten sie sich am meisten freuten. Es scheint also, dass dieser Themenweg auch nach mehrfacher Begehung alles andere als langweilig wird.

Start des Themenwegs

Los gehts

Mit einem Picknick im Rucksack marschierten wir los und folgten der originellen Signalisation bis zum Start des Wegs, welchen wir nach ca. 10 Minuten erreichten. Den Spielplatz gleich zu Beginn liessen wir im Moment noch links liegen. Viel lieber wollten die beiden aufgedrehten Kids zum ersten Posten – der «Chögelibahn». Mit einem raffinierten Seilzug konnten sie die Murmeln hochziehen und dann durch die Rohre der riesigen Kugelbahn runterrasseln lassen.

Bei den Pausenbänkli und der Waldrutsche

Wir liefen auf dem flachen, schattigen Weg weiter und passierten verschiedene Pausenbänkli. Unter den Bänkli fanden wir jeweils eine Kiste mit Büchern und Spielen. Die Kinder wollten jedoch schnell weiter zu den verschiedenen anderen Installationen. So spazierten sie mühelos über den Barfussweg, was uns Erwachsenen mehr Mühe bereitete, balancierten über einen wackeligen Steg, kletterten mit Hilfe eines Seils den Hang hinauf und sausten die Waldrutsche runter. Zwischendurch haben uns Tafeln immer wieder etwas zur Tier- und Pflanzenwelt verraten.

Das Highlight

Ihre Schritte wurden immer schneller, als wir uns dem Höhepunkt des Weges näherten. Sie wussten bereits, was sie erwartete. Und ich war gespannt, weil sie mir davon unterwegs schon mehrfach erzählt haben. Man könne mitten im Wald telefonieren und sie hofften, das Chrüterhäxli heute anzutreffen. Tatsächlich standen wir plötzlich vor einem Hexenhäuschen mit einem Kräutergarten. Das Chrüterhäxli Lilli war zwar nicht Zuhause, die Tür aber offen. Immer und immer wieder haben sich dann die zwei Kinder mit dem Waldtelefon und dem Telefon im Häuschen angerufen und miteinander geredet. Als sie sich nichts mehr zu sagen hatten, schrieben sie eine Nachricht an Lilli, legten diese in den Briefkasten und pflegten ihr Kräutergärtli.

Kräutli tränken im Kräutergarten

Zum Abschluss das Zvieri

Gemütlich spazierten wir anschliessend den gleichen Weg wieder zurück bis zum Ausgangspunkt. Bei einer der beiden Grillstellen assen wir unser Zvieri und die Kinder genossen ein Fussbad im Bach. Nachdem wir beim Kasseli eine freiwillige Spende eingeworfen haben, schlossen wir den gelungenen Ausflug mit einem verdienten Glacé im Dorf ab. Für die beiden Kids war klar: Dies war nicht der letzte Ausflug zum Chrüterhäxli Lilli Gwonderwäg!

Abkühlung im Bach

Gut zu wissen

Hergiswil ist mit dem Auto wie auch mit dem ÖV (Postauto ab Willisau) erreichbar. Nahe des Dorfzentrums stehen kostenlose Parkplätze zur Verfügung (signalisiert). Der Start des Weges ist ab dem Dorfzentrum gut ausgeschildert. Der Weg ist kinderwagentauglich. Es stehen zwei Grillstellen und ein WC zur Verfügung. Der Themenweg ist nur ca. 500m lang. Mit den Posten, Pausen und einem ausgiebigen Fussbad im Bach waren wir rund 2.5 Stunden unterwegs.

Gastbloggerin: Corinne aus Willisau


Infos und Tipps

  • Bäckerei Thalmann
  • Kräuterdorf Hergiswil
  • Das Buch «S`Hergiswiler Chrüterhäxli Lilli Gwonder» ist im Spar, Café Thalmann, im Gemeindehaus in Hergiswil und an weiteren Verkaufsstellen ausserhalb des Dorfs erhältlich.
  • Hergiswil liegt in einem schönen Wandergebiet

Menschen aus der Region Luzern-Vierwaldstättersee. Sie berichten über ihre persönlichen Erlebnisse, plaudern aus dem Nähkästchen und verraten unbekannte Schätze aus der Region. Ob Malerin, Grafiker oder Bauarbeiter. Sie alle verbindet die Begeisterung für ihre Region.

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