Charetalp – nur du und die Natur

Kategorien Natur, Regionen, Schwyz, Sport, Wandern

Manchmal hat ein Ort etwas Magisches. Man fällt wie aus der Zeit und kehrt bereichert zurück. Mir ist es beim Wandern auf der Charetalp so ergangen. Sie hat einen rauen Charme – ist ungeschliffen, unzivilisiert, ursprünglich.

Fast wie in der Freiheit: Pferde im Sahli.

Nimms gemütlich

Von der Muotataler Seite gelangst du auf die Charetalp, indem du im Bisistal die Luftseilbahn Glattalp nimmst. Bereits an der Talstation wurden mir Gedanken wie «Ich habs eilig» oder «Ich muss noch viel erledigen» ausgetrieben. Der Handy-Empfang ist nämlich lausig, und wir mussten eine Stunde warten, bis wir einen Platz in der kleinen Gondel hatten. An Wochenenden wohl die durchschnittliche Wartezeit.

Die Glocken der Kühe und Ziegen vermischten sich mit dem Rauschen der Muota zu einem Naturkonzert.

Freilaufende Tiere

Für die Wanderung von der Talstation im Sahli bis auf die Glattalp fehlte uns die Lust, deshalb beobachteten wir die freilaufenden Tiere. Pferde, die nicht von der Strasse wichen, sodass die Autos um sie herumfahren mussten. Kühe, die an der wild vorbeirauschenden Muota grasten. Oder Ziegen, die in der Gruppe stets neue Muster formten.

Die Bahn besteht aus einer Kabine für acht Personen.

Die Luftseilbahn hob uns schliesslich an senkrechten Felsbändern vorbei auf über 1850 Meter über Meer. Kaum ausgestiegen, tauchten wir in eine raue Bergwelt ein. Karstgestein, Alpweiden und Berge soweit das Auge reichte. Je weiter wir uns von der Bergstation entfernten, desto weniger Wandersleute trafen wir.

Blick auf die Glattalp.

Natur-Spektakel

Bereits auf der Glattalp war der Anblick so wuchtig, dass wir oft stehen blieben und einfach nur schauten. Beim Grossbodenkreuz erhaschten wir den ersten Blick auf die Charetalp. Wow. Darauf waren wir nicht vorbereitet. Die Landschaft war noch ungeschliffener. Was für ein Natur-Spektakel. Und ganz allein für uns.

Blick Richtung Charetalp.
Aufpassen, wohin man tritt: Spalten und Risse der Karstlandschaft.
Mitte Juli blühten viele Blumen.
Die rot-weissen Steine weisen den Weg. Hier zur Charetalphütte.
Sicht steil hinab ins Tal und weit weg bis zum Vierwaldstättersee.

Für die Rundwanderung Glattalp–Charetalp–Glattalp empfehle ich dir:

  • Gute Wanderschuhe: Der Bergwanderweg führt dich zum Teil über steile Hänge ohne richtigen Pfad.
  • Konzentration: Das Karstgelände ist voller Spalten und Unebenheiten.
  • Wasser und etwas zu essen: Es liegen lange Strecken zwischen den Berggasthäusern.
Die Glattalphütte ist neu umgebaut und bietet ausser dem Restaurant auch 51 Schlafplätze.

Infos und Tipps


Weitere Erlebnisse im Kanton Schwyz

Manuela schreibt seit dem Jahr 2000 über den Kanton Schwyz. Zuerst als Journalistin, später für Schwyz Tourismus. Allein oder mit ihrer Familie sucht sie nach Neuem, Unentdecktem und Verstecktem zwischen dem Zürichsee, dem Vierwaldstättersee, der Spitze der Rigi und dem hintersten Winkel des Muotatals. Sie begegnet Menschen, die im lokalen Brauchtum verwurzelt sind, innovative Ideen leben oder die Schätze der Natur hegen. So viel Begeisterung für die Schwyzer Vielfalt und landschaftliche Schönheit kann man nicht für sich behalten, man muss sie teilen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.