Alpkäse, Ankä und Aussicht: Warum der Alperlebnisweg Rigi mehr als nur ein Wanderweg ist 

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Kennst du diese kleinen Bauernhäuser in den Bergen? Hast du dich je gefragt: Wer wohnt dort? Was ist ihnen wichtig? Was machen sie abends, wenn der letzte Sonnenstrahl über den Hang streicht? Falls ja, dann ist der Alperlebnisweg Rigi das Richtige für dich. Er stellt dir das echte Leben auf der Alp vor. Und als Bonus bekommst du noch traumhafte Aussichten dazu.  

Keine Nachbarn weit und breit. 

Glockenklang und Gipfelblick 

Unser Abenteuer beginnt mit einem Glockenschlag. Am Startpunkt auf Rigi Staffel laden verschiedene Tierglocken zum Ausprobieren ein. Sie sind mit einem Füllmaterial gedämpft. Offenbar sind wir nicht die einzigen, die den herrlichen Bergausblick mit eigenem Gebimmel hinterlegen wollen. Geradezu umwerfend wäre das Panorama, wenn nicht ausgerechnet bei unserem Besuch Rauch aus Kanada einen weissen Schleier gelegt hätte. 

Glocken in verschiedenen Tiergrössen beim Start.     
Sogar die Kuh bei den Posten trägt Glocke. 

Margrit und Milchkühe 

Wenige Gehminuten später lernen wir Margrit kennen. Also nicht persönlich, sondern über den Audio Guide. Sie begleitet uns auf dem Weg und erzählt uns von Alptraditionen, Milchkuhhaltung, dem Alpleben und vielem mehr. Um nichts für dich und diesen Blog-Beitrag zu verpassen, haben wir vor dem Start an der Bahnstation Rigi Staffel das Begleitbüchlein für Kinder abgeholt. So haben wir auf der Wanderung sozusagen auch noch Reto, den Enkel von Margrit, und Barry, seinen Sennenhund, dabei. 

Ausgerüstet mit Situationsplan und Kinderbüchlein machen wir uns auf den Weg, der immer wieder schöne Ansichten bietet. 

Bergblumen und Entspannung 

Auf dem Alperlebnisweg lernen wir, worin sich eine Kuh und ein Rind unterscheiden. Wir hören dem Alpsegen zu, einer alten Form des Abendgebets für Mensch und Tier. Und du wirst auch sehen und schmecken können, wie Alpkäse hergestellt wird. Wir waren noch etwas zu früh dafür, denn die Alpkäserei First befand sich noch im Bau. Dafür blühten die Bergblumen in allen Farben und wir schauten den Kühen zu, wie sie auf den Blumenwiesen gemütlich frassen oder ruhten. 

Chillen? – Das können wir auch. 
Wusstest du, dass die Rigi ein Blumenparadies ist?
Am Berg wachsen rund 900 Blütenpflanzenarten.

Ausblick und Alpkultur 

Der Alperlebnisweg ist rund sieben Kilometer lang und führt von Rigi Staffel nach Rigi Scheidegg – oder umgekehrt, wie du willst. Mal öffnet sich der Blick Richtung Mythen, mal fällt er hinunter zum Vierwaldstättersee. Immer wieder bleiben wir stehen und geniessen das Panorama. Die meiste Zeit wandern wir auf einfachen Naturwegen, mit rund 200 Höhenmetern im Auf- und Abstieg. Das macht die Route ideal für Familien und alle, die eine leichte Wanderung suchen. Wer Naturerlebnis mit der Rigi-Alpkultur verbinden möchte, ist hier goldrichtig. Mit Margrit, Reto, der Aussicht und den kleinen Naturwundern am Wegesrand vergehen die zweieinhalb Stunden sehr schnell. 

Bergfrühling – eine der schönsten Jahreszeiten auf der Rigi. Finde ich zumindest. 
Noch etwas näher zusammenstehen, und dann haben alle Platz im Bild…  

Tipps für deine Tour 

Anreise: Wir stiegen in Goldau in die Zahnradbahn und fuhren bis Rigi Staffel. Auf dem Nachhauseweg nahmen wir in Rigi Scheidegg die Gondel bis Chräbel und wechselten dort auf die Zahnradbahn, um zum Ausgangspunkt zu gelangen. 

Verpflegung: Unterwegs hat es zwei Feuerstellen und fünf Gasthäuser. Aber Achtung: Am Dienstag – und wir haben das auf die harte Tour gelernt – ist nur das Berghaus Unterstetten geöffnet. 

Jahreszeit: Von Mai bis Oktober sehr gut machbar. 

Familien: Für Kinder lohnt sich das Begleitbüchlein mit Stanzfeldern: Unterhaltung, an jeder Station ein Buchstabe, am Schluss ein Lösungswort – und ein Getränke-Gutschein. 

Wer es genau wissen will: An jeder Station kannst du mit deinem Smartphone über den QR-Code «inelose» Margrit zuhören, und mit dem QR-Code «ineluege» auch vertiefte Informationen sowie Bilder abrufen. 

Alpwirtschaftsprodukte kaufen: Die Alpkäserei Rigi First führt einen Verkaufsladen. 

Abwechslung auf dem Alperlebnisweg: Margrit zuhören, eine Seite im Büchlein stanzen, Alpprodukte kaufen oder ein Lied auf den Glocken spielen. 

Weitere Informationen & Links 


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Manuela schreibt seit dem Jahr 2000 über den Kanton Schwyz. Zuerst als Journalistin, später für Schwyz Tourismus. Allein oder mit ihrer Familie sucht sie nach Neuem, Unentdecktem und Verstecktem zwischen dem Zürichsee, dem Vierwaldstättersee, der Spitze der Rigi und dem hintersten Winkel des Muotatals. Sie begegnet Menschen, die im lokalen Brauchtum verwurzelt sind, innovative Ideen leben oder die Schätze der Natur hegen. So viel Begeisterung für die Schwyzer Vielfalt und landschaftliche Schönheit kann man nicht für sich behalten, man muss sie teilen.

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