
Fliegen über dem Wasser, den Wind im Wing und pures Freiheitsgefühl unter den Füssen. Wingfoilen auf dem Urnersee ist mehr als nur ein Trendsport. Es ist ein Abenteuer zwischen Adrenalin, Natur und dem magischen Moment, wenn das Board zum ersten Mal abhebt.

Zwischen Windcheck und Vorfreude
Mein Tag beginnt mit einem Blick auf den See. Wie baut sich der Wind am Urnersee heute auf? Sind schon Böen zu sehen? Kommt die Thermik durch? Das Gefühl beim Wingfoilen lässt sich nicht erklären, man muss es fühlen. Genau deshalb begleite ich abenteuerlustige Menschen bei ihren ersten Versuchen mit Wing und Foil. Wenn ich sehe, wie nach den ersten Metern die Bewegungen sicherer werden und die Freude am Wingfoilen richtig spürbar wird, dann weiss ich jedes Mal wieder, warum ich das mache.

Ein Tag, der mit einem kleinen Adrenalinkick beginnt
Unsere Kurstage starten bei mir nicht mit langweiliger Theorie oder Trockenübungen. Wir gehen direkt aufs Wasser. Zusammen suchen wir mit dem Schlauchboot den besten Spot auf dem See. Ich im Motorboot, die Gäste auf dem Bauch liegend auf ihrem Brett. Ich ziehe sie über den See, bis wir ein gutes Plätzchen gefunden haben. Schon das ist für viele das erste Gefühl von Abenteuer. Beim sogenannten Towfoiling beginne ich mit den Teilnehmenden ganz kontrolliert ins erste Foilerlebnis. Dabei werden sie von einem Motorboot gezogen. Der Fokus liegt dabei komplett auf dem Gefühl fürs Foil, ohne dass man sich um Wind oder Wing kümmern muss. Und dann kommt dieser Moment: Das Brett hebt sich aus dem Wasser. Alles wird plötzlich ruhig. Nur noch ein leises Gleiten, welches jedoch innert kürzester Zeit von einem Freudenschrei durchbrochen wird.


Mit dem Wind über das Wasser fliegen
Nach diesem Einstieg wechseln wir zum Wing. Hier kommt der Wind ins Spiel und damit eine ganz neue Dynamik. Am Anfang bringt das oft einige Challenges mit sich: Der Wing zieht anders als erwartet, das Board reagiert ungewohnt und der Körper sucht noch die richtige Balance. Nach ein paar ungeplanten Abkühlungen im kühlen Urnersee wächst bei den Teilnehmenden der Ehrgeiz. Schritt für Schritt werden die Bewegungen sicherer und die Erfolgserlebnisse häufen sich. Und plötzlich braucht es mich gar nicht mehr: Die Teilnehmenden fliegen mir nur noch um die Ohren.


Warum der Urnersee der perfekte Ort dafür ist
Ich könnte mir keinen besseren Arbeitsplatz vorstellen als der Urnersee. Die thermischen Winde am Urnersee sind erstaunlich konstant. Von Mai bis September sind die Wetterbedingungen optimal. Die Anreise nach Sisikon ist super unkompliziert. Man reist bequem mit dem Zug oder Auto an und ist kurz darauf schon auf dem Wasser.


Unzählige Möglichkeiten
Sobald die Grundlagen des Foilens erreicht sind, öffnen sich verschiedene neue Türen. Schwierige Manöver, neue Tricks und Sprünge treiben den Reiz am Foilen immer wieder an. Orte mit verschiedenen Bedingungen wie beispielsweise Wellen oder besonders starken Wind bieten neue Herausforderungen und unglaubliche Erlebnisse. So kriegt man nie genug vom Foilen!
Bereit, selbst über den Urnersee zu fliegen? Dann wage deine ersten Wingfoil-Meter mit uns und erlebe den perfekten Mix aus Action, Natur und Freiheit.

Gast-Bloggerin: Die 23-jährige Laura Gautschi aus Sins studiert Maschinenbau an der Hochschule Luzern. In ihrer Freizeit ist sie am liebsten draussen unterwegs und treibt Sport. Sie geht gerne klettern, fährt Rennvelo oder spielt Unihockey. Natürlich ist sie auch oft auf dem Wasser anzutreffen: entweder beim Segeln, Wingfoilen oder Kiten. Seit drei Jahren arbeitet sie für die Foilingschool und begleitet regelmässig auch die Wingfoiltörns in Sardinien als Coach.

