Von Plüschtieren und TV-Teams – 200 Jahre Löwendenkmal Luzern

Kategorien Kultur, Luzern, Museum / Ausstellung, Regionen

200 Jahre hat das Löwendenkmal Luzern nun bereits auf dem Buckel. Gesehen hat es dabei vieles: Touristen, die im Teich baden gehen, TV-Teams aus Asien oder Münzen, die voller Hoffnung geworfen werden. Dieser Blogbeitrag widmet sich dem 200-jährigen Bestehen des «Löwens von Luzern». Hierzu teilen die Mitarbeiter von Luzern Tourismus ihre schönsten Erinnerungen mit dir.

Eine Stadt, ein Gestein, ein Löwe. Was sich inmitten der Felswand des alten Steinbruchs von Luzern befindet, ist wohl jedem Bewohner der Leuchtenstadt bekannt. Seit vielen Jahren beeindruckt das Löwendenkmal in Luzern Menschen aus nah und fern.

Die Herbstanemonen lassen das Löwendenkmal im Jubiläumsjahr aufblühen.

Auch das Team von Luzern Tourismus kennt den Löwen und schätzt das Denkmal auf eine besondere Art und Weise. Was sie während ihrer Besuche so alles erlebt haben, erzählen sie dir in diesem Blogbeitrag. Du erfährst ausserdem, welche Erlebnisse sich super mit einem Besuch beim Monument verknüpfen lassen. Schon gespannt?

«Mein letzter Besuch des Löwendenkmals war Ende September über Mittag. Es war sehr schön, weil es nur wenige Leute hatte und die Atmosphäre somit sehr entspannt war.»

— Res Marty, Abteilung Unternehmenskommunikation & PR

Res Marty ist in Luzern aufgewachsen und besuchte den steinernen Löwen in seiner Kindheit oft mit der Familie. Dabei ging es aber nicht immer idyllisch zu und her. Ob er wohl bei folgendem Erlebnis die Liebe zum Tourismus in Luzern entdeckt hat?

Bei einem der Besuche habe ich mein damaliges Lieblingsstofftier aus Trotz ins Wasserbecken vor dem Löwendenkmal geworfen. Einer der zufällig anwesenden Touristen ist dann tatsächlich ins Wasser gesprungen und hat es mir wieder herausgeholt. Natürlich waren meine Eltern und ich ihm überaus dankbar. Daraus hat sich eine jahrelange Freundschaft entwickelt.

Res Marty
Die Mitarbeiter von Luzern Tourismus bei einer Besichtigung des Löwendenkmals.

Löwendenkmal fliesst in Arbeit ein

Wer bei Luzern Tourismus arbeitet, kommt natürlich immer wieder in Kontakt mit dem Löwendenkmal – es gehört ja schliesslich zu den wichtigsten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt Luzern. Was die Mitarbeiter von Luzern Tourismus bei ihren beruflichen Tätigkeiten rund um das Monument so alles erlebt haben, erfährst du jetzt.

«Ich war schon oft für diverse Filmaufnahmen mit TV-Teams aus Indien, Korea, Malaysia und den Golfstaaten beim Löwendenkmal.»

— Martina Achermann, Abteilung Unternehmenskommunikation & PR

Eine schöne Vorstellung, wie Fernsehstars aus fernen Ländern den Park beim Löwendenkmal in einen bunten Bollywood-Schauplatz verwandeln. Für alle jene, die sich ebenfalls nach etwas mehr Farbe in der Stadt sehnen, hat Martina noch einen besonderen Tipp:

Den Besuch beim Löwendenkmal sollte man unbedingt mit einem Abstecher in die bunte Steinenstrasse und anschliessendem Wein im Garten des Restaurants Felsenegg verknüpfen.

Martina Achermann

Auch André Burri hat einiges zu erzählen. Er stand zwar nicht als Schauspieler vor der Kamera, hat aber dennoch bei einem Dreh beim Löwendenkmal mitgewirkt.

«Das Löwendenkmal habe ich zuletzt während eines Drehs für die Sommerkampagne 2022 besucht. Ein Luzern ohne den Löwen gibt es nicht, denn das Denkmal hat eine enorme Strahlkraft – national sowie international.»

— André Burri, Abteilung Marketing

André’s Tipp an die Leserschaft: den Besuch beim Löwendenkmal mit dem besten Hot-Dog der Stadt im Gletschergarten Luzern und einem feinen Kafi im Alpineum verknüpfen. Auch er hat eine lustige Story aus Kindheitstagen auf Lager. Es geht um Glück, Geld und Gameboys:

Als Kind hatte ich erfahren, dass das Werfen einer Münze in das Seeli vor dem Löwen Glück bringen soll und Wünsche in Erfüllung gehen lässt. Ich hatte mir eine Nintendo Wii gewünscht und eine Münze reingeworfen. Ein paar Woche späte hatte ich die Wii erhalten. Das ist aber wohl eher meinem gutmütigen Vater zu verdanken.

André Burri

Den «Löwenhunger» stillen

«Als ich noch an der KV Luzern Berufsfachschule war, haben wir oft beim Löwendenkmal einen Halt zum Mittagessen gemacht, da es der perfekte Ort zwischen dem Löwencenter und der Schule war.»

— Lisa Dobler, Abteilung Marketing

Für Lisa ist der Park beim Löwendenkmal ein schöner Ort, um während der Mittagspause zu verweilen. Im Sommer spenden die Bäume und Sträucher Schatten, im Winter gibt die Felswand Geborgenheit. Das weiss auch Tiffany:

«Wer das Löwendenkmal besichtigt, kann sich danach im Café nebendran ein Glacé gönnen. Und im Winter wärmt ein feiner Glühwein.»

— Tiffany Peter, Lucerne Convention Bureau

Eine Glacé schlemmen und die Atmosphäre beim Löwendenkmal geniessen: die perfekte Beschäftigung für heisse Sommertage.

Traurige Entstehungsgeschichte bewegt noch heute

Das Antlitz des sterbenden Löwen ist allseits bekannt. Doch wie sieht es mit der Entstehungsgeschichte aus?

Das zehn mal sechs Meter grosse Kunstwerk wurde zu Ehren der 1792 beim Tuileriensturm in Paris gefallenen Schweizergardisten errichtet. Rund 1000 Schweizergardisten, die zu dieser Zeit den französischen König Louis XVI beschützten, liessen bei einem Sturm auf die Residenz des Königs ihr Leben. Ein Gardist, der an besagtem Tag nicht in Paris, sondern zuhause in Luzern im Urlaub weilte, war der Offizier Karl Pfyffer von Altishofen. Um den tragischen Verlust seiner Waffengefährten zu verarbeiten, leitete er die Erstellung des Denkmals in die Wege. So wollte er den gefallenen Männern ein würdiges Denkmal setzen.

Das Modell wurde vom berühmten dänischen Künstler Bertel Thorvaldsen kreiert und konnte nach etwas mehr als einem Jahr, nämlich 1821, eingeweiht werden. Diese kurze Zeitspanne gilt als Meisterleistung! Das Monument beeindruckt und verfügt ausserdem bis heute über weltweite Strahlkraft!

noch mehr Hintergrundinformationen findest du hier

«Ich muss sagen: Irgendwie beindruckt mit der ‹Löi› jeweils schon. Es ist halt so ein richtig grosses und beeindruckendes Monument, welches man sonst nur in Städten findet, die um einiges grösser sind, als Luzern.»

— Sibylle Gerardi, Leiterin Unternehmenskommunikation & PR

Erst kürzlich war Sibylle beim Löwendenkmal, anlässlich der Führung durch die neue Felsenwelt im Gletschergarten. Doch sie hat noch einen weiteren Geheimtipp auf Lager:

Nicht nur die spektakuläre Felsenwelt ist sehenswert, sondern auch das Museum, das neugestaltet wurde. Oben werden spannende, unbekannte Geschichten wie beispielsweise jene der Gründer des Gletschergartens (mit einer beeindruckenden Frauenpersönlichkeit!) erzählt. Unten gibt es eine moderne Ausstellung mit Reliefs der Region und der Stadt. Die Ausstellung ist perfekt, um mal wieder einen Überblick aus der Vogelperspektive über die vielfältige und wunderbare Region zu erhalten.

Sibylle Gerardi

Der Gletschergarten und die beeindruckende Pflanzenvielfalt in der Anlage gleicht einem kleinen Paradiesli inmitten der Stadt. Besonders jetzt im Herbst lässt sich diese Stimmung regelrecht aufsaugen. Sibylle weiss, wie man dies am besten geniessen kann:

Nach einer ermüdenden Tour durch die Stadt und dem Besuch beim Löwen draussen in der Herbstsonne an den Bistrotischen des neu gestalteten Cafés des Gletschergartens mit einem Cappuccino sitzen und die ruhige Oase in einem Garten inmitten der Stadt geniessen – Vogelgezwitscher und Wassergeplätscher inklusive.

Sibylle Gerardi
Diese Tafel informiert über den Tuileriensturm in Paris und das Gemälde der Szenerie.

Bewegender Schulbesuch bleibt in Erinnerung

«Der Löwe gehört zu Luzern wie die Schokolade zur Schweiz. Die Geschichte hinter dem Löwen hat eine wichtige Bedeutung für die Einheimischen und zeigt ausserdem, dass wir auch jetzt noch den gefallenen Gardisten gedenken.»

— Sabrina Caprez-Bregy, Abteilung Märkte

Sabrina ist oft mit dem Kinderwagen in der Stadt unterwegs und hat den Löwen erst kürzlich noch besucht. Ihr persönlicher Ratschlag an die Leserschaft ist, den Besuch des Löwens mit der Besichtigung der Museggmauer zu verbinden. Der Löwe ist sehr gut erreichbar und es lässt sich deshalb praktisch jede Aktivität in der Stadt damit verknüpfen.

Die gebürtige Walliserin erinnert sich gerne zurück an ihre Schulzeit und kann von einer besonderen Erinnerung berichten:

Wir waren in der Primarschule auf einem Schulausflug in Luzern und haben uns unter anderem den Löwen angesehen. Dabei wurden die Hintergründe des Denkmals sehr berührend erzählt, sodass ich mich bis heute noch daran erinnern kann.

Sabrina Caprez-Bregy

Neue Tafeln informieren über Hintergründe

Anlässlich des «Geburtstags» des Löwendenkmals wurden innerhalb der Parkanlage einige Neuerungen installiert. So erfahren Besucherinnen und Besucher auf den zehn neu gestalteten Informationstafeln viel Wissenswertes über die Geschichte und die vielschichtige Bedeutung des Denkmals.

Die Inhalte stehen auf Deutsch und Englisch zur Verfügung, eine französische sowie italienische Fassung ist überdies via QR-Code abrufbar. Unter selbigem Link finden Gäste zudem weiterführende Informationen, um das Wissen zu den acht Themenbereichen der Informationstafeln zusätzlich und barrierefrei zu vertiefen.

Neue Tafeln zieren den ganzen Park und informieren über acht Themenschwerpunkte.

Das Löwendenkmal ist und bleibt ein sehenswertes Monument – dies ist auch nach 200 Jahren auf jeden Fall noch klar. Trotz des traurigen Anblicks und der bewegenden Hintergrundgeschichte drückt der Löwe dennoch Stärke und Kraft aus. Ein Lichtblick in den turbulenten Zeiten von heute, sagt Marco:

«Der Löwe gehört zu Luzern, wie die Kapellbrücke über den See. Seine eindrucksvolle Erscheinung symbolisiert Stärke und Macht, um vielleicht das Virus bändigen zu können…»

— Marco Zemp, Leiter Marketing & Sales

Für Marco ist klar, dass das Löwendenkmal, die Kapellbrücke und alle weiteren, einmaligen Sehenswürdigkeiten die Leuchtenstadt mitprägen. Die perfekte Route, um Luzern von seiner schönsten Seite zu sehen, verrät er dir gern:

Ab dem Bahnhof mit einem Fussmarsch über die schöne Kappelbrücke, dann durch die Altstadt flanieren, einen Zwischenhalt im Bourbaki und danach weiter zum Löwendenkmal. Zum Schluss noch die eindrucksvolle Felsenwelt im Gletschergarten entdecken! 1400m Fussstrecke voller Highlights!

Marco Zemp

Weitere Links und Tipps


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Honigernte bei den Bienen oder Nachtbaden im Sempachersee – solche Abenteuer gehören für Franziska zum Jahresablauf dazu. Mit Hilfe von Bild, Text und Ton berichtet sie gerne über ihre Erlebnisse in der freien Natur und lässt sich dabei von der Schönheit der Zentralschweiz bezaubern.

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