
Im Skilager in meiner Jugend hatte ich zum letzten Mal Langlaufskier an den Füssen. Das liegt nun doch ein paar Jährchen zurück. Zeit also, diese Trendsportart noch einmal anzugehen. Aber dieses Mal richtig. Deshalb melde ich mich bei der Langlaufschule Alpthal bei Sabrina Uhr an.

Du fragst dich jetzt vermutlich: Alpthal? – Ja, unbedingt Alpthal! Der Ort liegt malerisch zwischen dem Klosterdorf Einsiedeln und dem Familienskigebiet Brunni. Für mich ist er ein Phänomen: viel kleiner, aber ein wenig sonniger und schneereicher als Einsiedeln – und noch ein echter Geheimtipp. Die Rund-Loipe umfasst drei, meist flache Kilometer. Also ideal für mich als Anfänger.



Materialwahl mit Profiblick
Unsere Langlauflehrerin Sabrina Uhr empfängt meine Mitschülerin und mich in einer gemütlichen Holzhütte, die alles in einem ist: Mietshop, Selbstbedienungscafé und Auskunftspunkt. Sabrina ist unkompliziert, führt Langlaufschule und Loipe mit einer guten Bodenhaftung und legt Wert auf Qualität bis ins Detail. Sie ist mir sofort sympathisch. Mit geschultem Blick wählt sie für uns Schuhe, Langlaufski und Stöcke aus. Alles passt, nichts drückt – so kann es losgehen.


Schritt für Schritt ins Skating-Glück
Der Unterricht startet direkt vor der Holzhütte mit den Basics: Schuhe einklicken, Stöcke halten – easy. Als geübter Skifahrer denke ich: «Wie schwer kann das sein?» Also ich wäre bereit zum Losskaten. Doch Sabrina ist anderer Meinung. Zuerst üben wir, sauber auf den Innenkanten zu stehen, dann im Skating-Schritt ohne Stockeinsatz zu gleiten. Klingt langweilig, ist aber ziemlich tricky. Anfangs rutschen mir die Ski immer wieder mal weg, aber mit der Zeit bekomme ich ein gutes Gefühl, wie ich mich fortzubewegen habe.



Langlaufen ist kein Skifahren
Nach einigen Gleitübungen kommen die Stöcke ins Spiel. Langlaufen ist halt doch nicht Skifahren. Deshalb ist Sabrina erst nach weiterem Üben mit uns zufrieden. So jetzt aber. Wir gehen auf die Loipe. Noch etwas unkontrolliert versuchen wir in einen flüssigen Rhythmus zu kommen. Elegant sieht anders aus. Wir tasten uns langsam heran; mit Sabrinas Tipps wird es geschmeidiger, schneller und ich finde meinen Flow. Ich behaupte mal frech: Mit ein paar Stunden mehr Training würde mir niemand mehr den Anfänger ansehen.



Diese Aussicht!
Mit einem guten Gefühl und neuer Freude am Langlaufen kehre ich mit Sabrina und meiner Mitschülerin zur Mietstation zurück. Bevor es Zeit ist, zu gehen, gönnen wir uns einen Kaffee und ein Stück selbstgebackenen Kuchen aus der Selbstbedienungsecke. Draussen setzen wir uns in die Holzliegen und blicken auf … Ja, etwas vom Besten der Loipe Alpthal habe ich euch bis jetzt verschwiegen. Sie bietet einen sensationellen Blick auf die Mythen.
3 Tipps für den Einstieg von Sabrina Uhr
Was ist mein Ziel? – Beobachte andere Personen auf der Loipe und überlege: Welche Technik gefällt mir und möchte ich lernen? Klassischer Stil oder Skating?
Wie komme ich ans Ziel? – Kauf nicht grad als Erstes eine teure Ausrüstung, sondern miete Schuhe, Ski und Stöcke. So kannst du in aller Ruhe und ohne Druck herausfinden, ob Langlaufen dir Freude macht.
Wie komme ich einfacher ans Ziel? – Wenn du einen Kurs besuchst, lernst du von Profis. So kannst du viele Einstiegsfehler vermeiden und lernst das Langlaufen von Grund auf richtig.
Weitere Informationen & Links:

Gast-Blogger: Jonas – Der gebürtige Urner arbeitete von 2015 bis 2026 bei Schwyz Tourismus und hat durch seine Arbeit den Kanton Schwyz kennen und lieben gelernt. Mittlerweile lebt Jonas in Luzern und bereist von dort aus nicht nur die Zentralschweiz, sondern die ganze Welt. Er ist gerne draussen unterwegs, fasziniert sich für Musik und bezeichnet sich selbst als echten Genussmenschen.

