Arbeiten wo andere Ferien machen

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In meinen nun 17 Jahren in der Tourismusbranche habe ich wundervolle Plätze in der Zentralschweiz kennen- und lieben gelernt. Heute bin ich teils selbstständig und gönne mir ab und an den Luxus, mir meinen Laptop zu schnappen und mein Büro an einen dieser inspirierenden Plätze zu verlegen – raus an die frische Luft, kombiniert mit einem wunderschönen Ausflug. In dieser Kombination versuche ich natürlich ein wenig rund um die grossen Touristenströme zu planen, um die nötige Ruhe zu finden. Drei dieser wunderbaren Plätze  stelle ich Euch heute vor.

Eine Schifffahrt die ist lustig

Die Stadt Luzern ist ja einer der schönsten Orte auf der ganzen Welt und tief in meinem Herz verankert. Ganz ehrlich, wenn ich an einem schönen Frühlings- oder Sommermorgen in Luzern in das Schiff einsteige und dieses aus dem Luzerner Seebecken rausfährt, öffnet sich mein Herz ganz weit und lässt sich vom Fahrtwind erfüllen. Bei einem gemütlichen Kaffee und dem Weitblick über den See und in die Zentralschweizer Berge lässt es sich viel einfacher arbeiten, kreativ werden und neue Projekte planen. Die verschiedenen Farben des Wassers, die umliegenden Berge, die meist noch mit einem Schneehäubchen bedeckt sind und die Möwen, die das Schiff elegant durch die Luft begleiten, lassen mich immer komplett zur Ruhe kommen. Ehrlicherweise brauch ich dann aber immer ganz viel Disziplin zum Arbeiten und nicht einfach zum Staunen und Sein.

Mit einer Schifffahrt wird der Weg nach Küssnacht erst so richtig spektakulär

Aus- und Weitblick auf 1020 m.ü. M

Wenn ich dann schon mit dem Schiff Richtung Küssnacht unterwegs bin, entscheide ich mich spontan in Küssnacht auszusteigen und den kurzen Spaziergang Richtung Talstation der Luftseilbahn Seebodenalp zu machen. In wenigen Minuten ist man mit der Luftseilbahn auf 1020 m.ü.M. Hoch über Küssnacht am Rigi geniesse ich einen herrlichen Blick auf den Vierwaldstättersee. Zeit für eine kurze Arbeitspause gibt es auf den gemütlichen Ruhebänken. Bei einem Spaziergang entlang dem Kretenweg mit atemberaubendem Ausblick bin ich in rund 20 Minuten in der Alp Ruodisegg. Mit ausgelüftetem Kopf und tollem Weitblick kann ich weiter Planen, Schreiben und Ideen entwickeln. Nach der Arbeit gönn ich mir ein feines Älplerkafi oder ein Ruodisegg-Plättli, um mich für die Rückreise wieder optimal zu stärken.

Auf der Alp Ruodisegg
Ausruhen auf der Seebodenalp

Nostalgische Gefühle im «blauen Bähnli»

Ich setze mich in das «blaue Bähnli» , verbunden mit ganz nostalgischen Kindheitserinnerungen. Der Moment, wenn sich das über 100 Jahre alte Bähnli ruckelnd in Bewegung setzt ist immer noch ganz vertraut. Als Kind war die Sonnenbergbahn eine dankbare Unterstützung, die Bergfahrt nach Hause etwas angenehmer zu gestalten. Heute ist es für mich Nostalgie, ein nach Hause kommen und eine der schönsten Ausflugsbahnen überhaupt. Knatternd fährt die Bahn mit rund 5 km/h in Richtung Sonnenberg und lässt das Gefühl aufkommen, dass das Holz auseinanderkracht. Da ich weiss, dass die Bahn jüngst erneuert wurde, habe ich aber vollstes Vertrauen in die historisch, knirschende Bahn. Der kühle Tunnel unterwegs ist ganz besonders an heissen Sommertagen eine Wohltat. Das eindrücklichste Stück der Bahn ist der letzte Teil, der so steil ist, dass die Sicht auf das dicke Stahlseil sehr beruhigend wirkt. Von der Bergstation aus sind es nur ein paar Gehminuten durch den Wald zum Hotel Sonnenberg. Auf der Terrasse geniesst man einen Ausblick in alle Richtungen, der einem – okay, ganz ehrlich – einmal mehr von der Arbeit wohl eher ein bisschen ablenkt.

Aussicht vom Sonnenberg

Fazit

Zugegeben, für die Produktivität ist es optimaler im Büro zu sitzen. Die Ablenkung an diesen schönen Plätzen ist vielfach einfach ein wenig zu gross, doch hilft sie durchzuatmen und Raum zu schaffen für Kreativität und neue Ideen.

Habt ihr noch Inspirationen und Tipps für meinen nächsten Arbeitsausflug?

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Gast-Bloggerin: Nicole, 38. Jahre aus Luzern


Infos und Tipps


Menschen aus der Region Luzern-Vierwaldstättersee. Sie berichten über ihre persönlichen Erlebnisse, plaudern aus dem Nähkästchen und verraten unbekannte Schätze aus der Region. Ob Malerin, Grafiker oder Bauarbeiter. Sie alle verbindet die Begeisterung für ihre Region.

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