Herbstwanderung «Via Urschweiz»

Kategorien Natur, Nidwalden, Wandern

Herbstzeit ist Wanderzeit. Gerne möchte ich euch eine Teiletappe der Via Urschweiz vorstellen. Die Via Urschweiz ist ein fünftägiger Kulturwanderweg entlang historisch wertvoller Landschaften und Verkehrswege zwischen den Kantonen Uri und Nidwalden. Die Via Urschweiz verbindet den «Weg der Schweiz» am Urnersee mit dem «Waldstätterweg» am Vierwaldstättersee und führt durch Naturschutzgebiete, schützenswerte Landschaften sowie historisch bedeutungsvolle Orte mit nationaler Ausstrahlung.

Etappe 3
Beckenried – Klewenalp – Chälen – Hinter Jochli – Gitschenen
ca. 7 km, 3 h Wanderzeit ↑583 m ↓ 642 m

Start an der Talstation

Kurz nach 8 Uhr treffe ich mich mit ein paar Freunden an der Talstation in Beckenried, damit wir mit der ersten Luftseilbahn um 08.25 Uhr bequem auf die Klewenalp fahren können. Tipp: Ticket frühzeitig online buchen und Geld sparen. Wir geniessen die aussichtsreiche Fahrt und bestaunen die verschiedenen Farbtöne und die markante Form des Vierwaldstättersees. Normalerweise wird diese Etappe von der umgekehrten Seite in Angriff genommen und man startet mit der Wanderung bereits in Beckenried, wo es bergauf auf alten Güter- und Forstwegen geht. Wir haben uns für die gemütliche Variante entschieden und starten mit der Wanderung erst auf der Klewenalp und kürzen die Etappe um ca. 8 Kilometer und fast 1’000 Höhenmeter.

© Elmar Bossard

Bevor wir losmarschieren, stärken wir uns auf der Sonnenterrasse der KlewenStube 1600 mit Kaffee und einem feinen Nussgipfel. Hier entsteht bei jedem Besuch ein neues Foto.

Auf aussichtsreichen Wegen

Wir folgen dem Weg in Richtung Tannibüel entlang von Alpwiesen und weidenden Kühen und geniessen immer wieder wunderschöne Ausblicke auf den See und die umliegenden Berggipfel.

Nach dem Berggasthaus Tannibüel steigt der Weg stetig an und wir begeben uns in Richtung Chälen. Hier gibt es im Winter richtig tolle Pisten zum Skifahren, Snowboarden und Schlitteln.

Bis aber der erste Schnee kommt, geniessen wir die goldene Herbststimmung. Von der Bergstation Chälen führt ein schmaler Pfad Richtung Hinter Jochli auf 2105 Meter. Hier eröffnet sich uns ein traumhafter Ausblick auf die umliegende Bergwelt wie zum Beispiel den vergletscherten Uri Rotstock. Je nach Jahreszeit blühen hier wunderschöne Alpenblumen. In diesem Jahr steht auf dem Hinter Jochli eine grosse rote Tafel mit der Aufschrift «26 Summits». Es handelt sich um ein grosses Wanderprojekt von Blick und Ochsner Sport, bei dem es tolle Preise zu gewinnen gibt. Beim Hinter Jochli wird übrigens die Kantonsgrenze von Uri nach Nidwalden überschritten. Aber keine Angst, eine Zollkontrolle wird nicht durchgeführt.

In der Eiszeit

Der Abstieg vom Hinter Jochli zur Bergstation Gitschenen dauert ungefähr 1 Stunde. Einige Minuten nach der Überquerung des Hinter Jochli bestaunen wir die Seeleni. Es handelt sich um kleine Moor-Tümpel, Überreste aus der Eiszeit.

Bevor wir dann aber mit der Luftseilbahn von Gitschenen nach St. Jakob fahren, geniessen wir im Berggasthaus Gitschenen ein urchiges Mittagessen (Ruhetag im Sommer: Mittwoch und Donnerstag). Mit der Bahn gondeln wir bequem hinunter nach St. Jakob. Hier geht es direkt mit dem Postauto nach Isleten. Die Postautofahrt ist ein echtes Highlight und wir staunen wie sich das durch Felsen und Tunnel gehauene Strässchen nach Isleten schlängelt. Wir bewundern die Fahrkünste des Postauto-Chauffeurs. Von uns würde hier niemand freiwillig das Steuer übernehmen. 😊 Noch etwas kribbelig von der Fahrt kommen wir in Isleten an und steigen auf das Schiff um, welches uns in einer 1 ¼ stündigen Fahrt durch das imposante fjordähnliche Urner Seebecken zurück nach Beckenried bringt. Wir geniessen die Schifffahrt und lassen dabei diesen wunderbaren Tag Revue passieren.

Gast-Blogger: Fabio aus Luzern


Infos und Tipps


Menschen aus der Region Luzern-Vierwaldstättersee. Sie berichten über ihre persönlichen Erlebnisse, plaudern aus dem Nähkästchen und verraten unbekannte Schätze aus der Region. Ob Malerin, Grafiker oder Bauarbeiter. Sie alle verbindet die Begeisterung für ihre Region.

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