Als E-Bike Neuling auf der Rundtour Willisau – St. Urban unterwegs

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In ihrer Funktion als Gästeberaterin im Tourismusbüro Willisau gibt Anna den Gästen gerne Tipps für schöne E-Bike Routen mit. Und dies, obwohl sie selbst immer noch mit einem Velo ohne Motor unterwegs ist. Höchste Zeit, sich mal an etwas zu wagen!

Bis jetzt bin ich im Alltag immer noch mit meinem «normalen» Citybike unterwegs und für steilere Routen wie auf den Menzberg komme ich (zwar keuchend) noch gut mit meinem alten Mountainbike hoch. Umso mehr freut es mich, dass ich die Rundtour Willisau – St. Urban mit einem gemieteten E-Bike erkunden darf.

Ein gelungener Start

Beim Untertor geht’s in die hübsche Altstadt.

Bei Rent a Bike, wo wir vorgängig online unsere E-Velos reserviert haben, werden wir freundlich empfangen und über die Handhabung des E-Bikes instruiert. Die Bedienung ist einfach und so radeln wir frohen Mutes auf der gut signalisierten Herzroute mit der Beschilderung 99 durch die malerische Altstadt Willisau. Bei der Überquerung eines Hügelzuges mit ersten schönen Aussichten kommt es mir vor, als ob ich von hinten sanft geschoben würde und so erreichen wir mühelos das Dorf Zell. Dort verlassen wir die Herzroute und fahren weiter der Route 38 entlang Richtung Grossdietwil.

Ein erstes Highlight

Der Aufstieg nach Grossdietwil.

Mitten in Grossdietwil biegen wir rechts ab, wo bereits der zweite Aufstieg wartet. Doch Motörli sei Dank, geht dieser nicht zu sehr in die Beine und wir bewältigen die Steigung mit Leichtigkeit. Kurz bevor wir oben ankommen, sehen wir auf der linken Strassenseite ein Schild «Sonderwaldreservat Buechwald – Naturparadies in der Kiesgrube». Wow, der ganze Teich ist voller Frösche! Fasziniert schauen wir den quakenden Tieren zu und machen ein paar Fotos.

Sonderwaldreservat Buechwald.

Ich bin ein Frosch.

Volkssport Nummer Eins – jedenfalls an diesem schönen Sonntag

Auf der Anhöhe Richtung Bellevue haben wir eine schöne Rundsicht. Wir sind nicht die Einzigen, welche auf dieser aussichtsreichen Route unterwegs sind. Von allen Richtungen strömen motivierte Velofahrer heran, die meisten ebenfalls mit Akku unter dem Hintern. Jetzt sind auch wir ein Teil der E-Bike Community und es fühlt sich gut an. 😉

In der Nähe vom Bellevue – Nomen est Omen.

Sicht auf Pfaffnau, im Hintergrund die Jurakette.

Der Honigstein

Nach einer rasanten Abfahrt Richtung Pfaffnau bemerken wir eine Hinweistafel «Honigstein» und erblicken gleichzeitig auf einem Hügel einen grossen Stein, wie von einem Riesen hingeworfen. Von Nahe betrachtet ist er noch beeindruckender! Laut kurzer Internet Recherche handelt es sich dabei um einen Findling der vom Rhonegletscher zurückgelassen wurde und 1932 vom SAC gekauft wurde.

Ein idyllisches Plätzchen.

Kloster St. Urban

Bei Pfaffnau machen wir einen kleinen Umweg zu der Klosteranlage St. Urban. Warum sich dies unbedingt lohnt, könnt ihr im Blog Kloster St. Urban – Juwel in der Luzerner Landschaft lesen!

Kloster St. Urban: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Zum Glück geht es schnell voran

Unsere Fahrt geht weiter durchs schöne Pfaffnertal bis die Idylle abrupt endet und wir ein Stück der vielbefahrenen A2 der Wigger entlang Richtung Dagmersellen fahren müssen. Waren wir bis jetzt meistens im Economy Modus, zünden wir jetzt den «Turbo» und rasen auf dem breiten Weg nur so dahin. So macht sogar die eher reizlose Strecke Spass und das Rauschen in den Ohren übertönt die Autobahn. Sobald wir vor Dagmersellen Richtung Altishofen abbiegen, schalten wir wieder einen Gang runter in den Geniesser Modus und erfreuen uns ob der schönen Landschaft. Beim Schloss und der Kirche Altishofen lohnt sich der kurze Halt. Das Schloss Altishofen ist ein spätgotischer Landadelssitz und wurde 1571 vom «Schweizer König» Ludwig Pfyffer erbaut. Es kann für verschieden Anlässe wie Hochzeiten oder Geburtstagsfeste gemietet werden und auch Gruppenführungen werden angeboten.

Der Veloweg entlang der Wigger bei Reiden.

Das schöne Ensemble mit Kirche und Schloss bei Altishofen.

Die restliche Strecke der Rundtour ist wieder purer Genuss. Beim Biohof Burgrain legen wir nochmals eine Glacepause ein, bevor wir auf der restlichen kurzen Strecke dem Planetenweg nach Willisau folgen.

Beim Biohof Burgrain, im Hintergrund die Burgruine Kastelen.

Das Aparthotel Luzern West, ganz in der Nähe des Biohof Burgrain.

Fazit

Es macht richtig Spass auf diese angenehme Weise die Gegend zu erkunden, ohne dass man nachher total erschöpft ist. Es ist eindrücklich, wie weit eine Akkuladung reicht. Wir machten die 72 km der Rundtour in ungefähr dreieinhalb Stunden und es hätte noch locker für weitere 20 km gereicht. Auf diesem Weg die Landschaft zu erkunden, gerne wieder! Um mich jedoch sportlich auszupowern, bleibe ich bei meinem motorlosen Mountainbike. 😉


Tipps und Links


Hinweis: Die Tour ist nicht durchgehend als Rundtour ausgeschildert, den genauen Routenbeschrieb findet ihr hier.

Anna lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Luzern und ist am liebsten draussen in der Natur oder im Garten. Ob zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs, Hauptsache der Weg ist noch ein wenig wild und ursprünglich. Durch ihre Arbeit bei Willisau Tourismus hat sie die Napfberglandschaft kennen und lieben gelernt.

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