Top 3 Foto- und Instagram-Locations am Sempachersee

Kategorien Empfehlungen, Natur, Sempachersee

Ob für Profis mit Spiegelreflex oder Schnappschussjäger am Smartphone: die Region Sempachersee hat einige Foto-Locations zu bieten, die sich sehen lassen können. Ich bin selber viel mit Kamera und Drohne unterwegs und habe mich nach langem Abwägen zu diesen drei Gewinner-Orten durchgerungen. Alle Spots sind auf einer Google Maps Liste für euch festgehalten – mit einer Ausnahme, die mein Geheimnis bleiben soll.

Bronzemedaille: Auf dem Merzeberg

Oben bei der Flüsskapelle, wo die Gemeindegrenze zwischen Nottwil und Ruswil verläuft, befindet sich der Merzeberg – der Spot mit der Bronzemedaille. Diese Location ist eine wahre Perle; die Zentralschweizer Alpen präsentieren sich in Reih und Glied, mit dem Pilatus und der Rigi im Vordergrund. Das Panorama vom Merzeberg entfaltet zu einer bestimmten Tageszeit sein ganzes Potential

Nämlich am frühen Morgen, wenn der See noch spiegelglatt zwischen den Hügelzügen eingebettet liegt. Bereits 45 Minuten bevor die Sonne sich tatsächlich über den Alpenkamm erhebt, beginnt bereits ein faszinierendes Lichtspiel. Je nach Wetterlage wird der Himmel über den Bergspitzen in unglaublich intensive Farben getaucht oder Sonne und Berge zeichnen Schattenlinien und -konturen in die dunstige Luft.

Richtig faszinierend wird es, wenn sich über Nacht eine Nebeldecke über das Land gelegt hat. Der Nebel hat die Fähigkeit, eine «normale» Landschaft in einen unwirklichen, magischen Ort aus einem Märchenbuch zu verwandeln. Einen solchen Ort mit der Kamera festzuhalten, ist mir nur ein einziges Mal gelungen – hier auf dem Merzeberg, als unten dichter Nebel lag und oben eine flockige Wolkendecke vorbeizog. Dazwischen ein goldig glühender Streifen klaren Horizontes, durch den die Morgensonne in einem kurzen Moment mit aller Kraft hindurchbrach. Ein Bild wie ein Gemälde ist entstanden.

Silbermedaille: Landessender Beromünster

Einen starken zweiten Rang hält der Landessender Beromünster inne. Obwohl dieser Ort klare Ähnlichkeiten zum Merzeberg zeigt, so strahlt er doch einen ganz eigenen Charakter aus. Der alte Sendeturm ragt stolze 125 Meter in die Höhe und geniesst einen phänomenalen Rundumblick. Hier anerbieten sich Besuche am Morgen, wie auch am Abend, wenn sich die Sonne weit im Westen senkt und das Mittelland in ein warmes Abendlicht taucht.

Es war aber nicht die Tageszeit, die mich zum Sendeturm zog, sondern die Jahreszeit!

Im Winter hier oben zu fotografieren, wenn es eiskalt ist und der Wind Schneewehen vor sich hertreibt, ist harsch. Aber die faszinierende Stille und die einzigartigen Sujets mit den Hügeln, Tannenwipfeln und den direkt darüber liegenden Bergkette sind das Ausharren absolut wert! Unbeirrt und schweigend steht der Sendeturm da, als ob er über die weite Landschaft wachen würde.

Wenn ich früh aufgestanden, zum Sendeturm hinauf gefahren, in aller Kälte Kamera und Drohne bedient habe und mir dann ein solches Panorama gelingt, bin ich jeweils den ganzen Tag etwas high. Ich bin sehr dankbar, in einer solch malerischen Gegend leben zu dürfen und es erfüllt mich, solche Bilder erschaffen zu können.

Goldmedaille: Die Endmoräne Mariazell

Meine unbestrittene Lieblings-Location ist die Anhöhe Mariazell in Sursee. Die grünen Weinreben, der von Rosen gesäumte Spazierweg, die Kapelle mit den grossen beiden Eichenbäumen und die Aussicht über den See und in die Alpen – das Mariazell gewinnt Gold und ist auf jeder Liste mit den Top-Foto-Spots der Region ein absolutes Muss!

Wenn ich jeweils zu Fuss zum Mariazell marschiere, komme ich an der Location auf dem Bild oben links vorbei, von wo sich mir die Kapelle, der Rosenpfad und die Reben wie auf einer Postkarte arrangiert präsentieren. Es sind genau diese verschiedenen Elemente, die diesen Spot für Profifotos und Sonntagsschnappschüsse gleichermassen interessant machen! Darum ist das Mariazell auch ein beliebter Ort für Paarshootings. Auch für meinen ersten Hochzeitsfoto-Auftrag war für mich klar, dass wir beim Mariazell fotografieren werden.

Es kommt in den Sommermonaten regelmässig vor, dass ich bei aufziehenden Gewittern hastig Kamera und Stativ packe und mich unter den Eichenbäumen am Mariazell aufstelle – den Blick und die Linse gespannt in Richtung Hinterland auf das anrollende Unwetter gerichtet. Bis zum letzten Moment harre ich aus und versuche einen Blitz zu fotografieren, doch irgendwann vermögen auch die dichtesten Baumkronen den Regen nicht mehr abzuhalten und ich ziehe mich jeweils unter das Vordach der Kapelle zurück.

Auch bei gutem Wetter ist das Mariazell häufig meine Anlaufstelle. Denn ich kriege nicht genug vom fantastischen Panorama, dass ich durch das Auge der Drohne aufnehmen kann. Zum Beispiel zur frühen Morgenstunde, wenn sich die Sonne hinter dem Horizont zum Aufgang bereit macht und Wellen von warmen, gold-orangenem Licht über den spiegelglatten See vorausschickt.

Oder auch am Abend, wenn sich die Innerschweizer Alpen in klarer Luft deutlich dem Horizont entlangziehen und die Baumwipfel am Seeufer die letzten Sonnenstrahlen des Tages geniessen.

Ehrenmedaille: Die geheime Location direkt am Wasser

Als Kind vom Sempachersee habe ich unzählige Stunden im und am Wasser verbracht. Irgendwo am Ostufer habe ich einen versteckten Schleichpfad entdeckt, der zwischen Bäumen und Büschen hindurch direkt zu einem kleinen «Privatstrand» führt. An diesem geheimen Ort ist mir mein wohl bestes Sempachersee-Bild gelungen. Die Kamera war nur Zentimeter über dem Wasser, als das Gewitter heranrollte – und prompt erwischte ich einen kräftigen Blitz, der aus dem Wolkensturm niederging und dessen Licht sich auf der Wasseroberfläche spiegelte.

Diese drei und noch einige weitere Foto- und Instagram-Geheimtipps in der Region Sempachersee findest du hier auf Google Maps

Neben schönen Orten für das Auge hat die Region aber noch viel mehr zu bieten – beispielsweise auch schöne Orte für den Gaumen. Entdecke das vielfältige Angebot der Region Sempachersee unter: www.sempachersee-tourismus.ch


Infos und Tipps


Marco ist am Sempachersee aufgewachsen und kennt die Region wie seine Westentasche. Das Schreiben ist seine Passion und er glaubt ungebrochen an die Kraft von spannenden Geschichten. Das hat er zu seinem Beruf gemacht und heute ist er digitaler Marketer und selbstständiger Contentprofi. Marco bloggt für Sempachersee Tourismus, spricht fliessend Digital, fotografiert leidenschaftlich, rennt, klettert, übernachtet im Zelt und seit er einen VW-Bus besitzt, besteigt er eigentlich kaum noch ein Flugzeug.

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