Sonnenaufgangsfahrt auf den höchsten Luzerner Gipfel

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«Alle Jahre wieder» – so lautet mein Motto, sobald die Sonnenaufgangsfahrten auf das Brienzer Rothorn in Sörenberg wieder beginnen. Denn alle Jahre wieder ist es ein wunderschönes Erlebnis, die ersten Sonnenstrahlen auf dem «Höchsten Luzerner» zu geniessen. In den Monaten Juli und August bringt dich die Luftseilbahn Brienzer Rothorn jeden Sonntag pünktlich zum Sonnenaufgang bequem auf den höchsten Luzerner Gipfel hoch.

Schon sehr früh morgens klingelt am Sonntag mein Wecker. Ich schalte ihn ab und schaue auf die Uhr. Ja, da steht tatsächlich 04:30 Uhr. «Ist doch viel zu früh, lieber noch ein paar Stunden schlafen», denke ich mir noch im Bett liegend. Aber nein, nun raus aus den Federn, ich will ja nicht die Bahnfahrt verpassen! In vollkommener Dunkelheit und noch etwas verschlafen mache ich mich also auf nach Sörenberg.

Rauf auf den Berg

Bei der Talstation der Luftseilbahn Sörenberg – Brienzer Rothorn steige ich in die Bahn ein, die sich kurze Zeit später pünktlich auf den Weg zur Bergstation macht. Oben angekommen ist es immer noch sehr dunkel, es bleibt also genug Zeit um sich auf den ca. 15-minütigen Fussmarsch bis zum Gipfel aufzumachen. Wer Glück hat und etwas Ausschau hält, der kriegt sogar ein paar Steinböcke zu Gesicht.

Steinböcke auf dem Brienzer Rothorn

Als ich dann auf dem Gipfel angekommen bin, fängt es schon langsam an hell zu werden. Ich packe meine Kamera aus und halte schon mal die wunderschöne Morgenstimmung fest. Nun heisst es abwarten bis sich die Sonne zeigt und einfach geniessen.

Sonnenaufgang auf dem Brienzer Rothorn

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt so früh aufzustehen. Dieser Anblick versetzt mich jedes Mal in Erstaunen. Auf dem «Höchsten Luzerner» bietet sich einfach eine wunderschöne Kulisse, seien es die Berner Alpen, die Königin der Berge «Rigi» oder der Blick über die Schrattenfluh bis zu der Jurakette.

Berner Alpen im Morgenlicht

Die Sonnenaufgangsfahrt lässt sich auch super mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet im Gipfel-Restaurant kombinieren. Dazu kann bis zum Vortag einen Platz reserviert werden. Sobald man genug vom Sonnenaufgang hat, kann man sich wieder auf den Weg zurück zur Bergstation machen. Dort ist schon alles bereit um ausgiebig zu frühstücken. Und wer eine Saisonkarte von Sörenberg besitzt der fährt sogar gratis aufs Rothorn, denn die Saisonkarte ist auch im Sommer gültig für die geöffneten Anlagen der Bergbahnen Sörenberg.

Wanderung zurück ins Tal

Der Tag hat gerade erst begonnen, da bleibt noch genug Zeit für eine Wanderung. Wer also nicht wieder mit der Bahn runter ins Tal möchte, für die bietet sich eine von zahlreichen schönen Wanderungen zurück nach Sörenberg an.

  1. Da wäre zum Beispiel der direkte Weg runter der über den Eisee und später am Emmensprung vorbei führt. Für den etwas mehr als 1000 Höhenmeter Abstieg und die ca. 6 km benötigt man rund 3h. Wer Lust hat, kann sich natürlich noch eine Erfrischung im Restaurant Eisee gönnen.
Eisee

  1. Eine andere Variante ist der etwas steilere und anspruchsvollere Abstieg nach Sörenberg – der übers Lättgässli. Das Lättgässli ist bekannt für den markanten Treppenabstieg durch eine Felsschneise. Definitiv lohnenswert! Für diese knapp 6km lange Wanderung zurück zur Talstation benötigt man ca. 3h.
Lättgässli
  1. Auch eine sehr empfehlenswerte Route ist der Wanderweg über Arnihaaggen zur Höch Gummen bis auf den Glaubenbielenpass. Für die 10,5km benötigt man ca. 4,5h. Vom Glaubenbielenpass, auch Panoramapass genannt, kann dann das Postauto zurück zur Talstation genommen werden oder man geht die restliche Strecke noch zu Fuss runter.
Brienzer Rothorn Richtung Höch Gummen

Brienzergrat Wanderung – die Wanderung für Könner

Die Sonnenaufgangsfahrt lässt sich auch gut mit einer anschliessenden Brienzergrat Wanderung verbinden, die bis zur Harder Kulm ob Interlaken führt. Diese eignet sich aber nur für geübte und ambitionierte Wanderer, denn sie ist als sehr schwierig eingestuft. Und für die Gratwanderung sollte man auf jeden Fall schwindelfrei sein, da der Weg auf dem Grat zum Teil sehr schmal ist. Die insgesamt 20km lange Strecke beinhaltet 1000 Höhenmeter Aufstieg und 2000 Höhenmeter Abstieg – die Dauer ist daher gute 8 Stunden. Ich finde diese Wanderung ist ein «MUST» für alle Wanderliebhaber!

Tannhorn – Blick zurück zum Brienzer Rothorn

Infos und Tipps


Janine lebt in der Unesco Biosphäre Entlebuch und liebt die Natur und das Fotografieren. Als ehemalige Skirennfahrerin ist sie im Winter bei jeder Gelegenheit auf den Pisten anzutreffen und auch heute noch als Hobby-Skirennfahrerin viel unterwegs. Ob beim Skifahren, Wandern oder Biken, die Kamera ist fast immer mit dabei und hält die wunderschöne Landschaft und die herrliche Aussicht fest.

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