Fünf Gründe, weshalb die Region Willisau ein Veloparadies ist

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Wann immer ich mit Kollegen und Bekannten über schöne Veloregionen in der Schweiz spreche, fällt der Name Willisau – eher nicht. 😉 Warum nur? Zwischen sanften Hügeln, aussichtsreichen Kreten und gemütlichen Einkehrmöglichkeiten finden die Velofans hier alles, was das Herz begehrt. Finde ich. Und hier sind meine fünf Gründe.

1. Die grösste Mietstation der Zentralschweiz

In Willisau befindet sich mit Rent a Bike die grösste Mietstation der Zentralschweiz. Ob klassisches Velo, E-Bike, Mountainbike oder Cargo-Bikes, die Auswahl ist gross. Ideal für alle, die spontan losfahren oder ein neues Modell testen möchten. Und falls ihr mal etwas in einer Gruppe machen möchtet, könnt ihr dank ihrer mobilen Velostation den Start- und Zielort gleich selber wählen.

Übrigens: Auch der Occasionsverkauf lohnt sich. Mein geliebtes «Tour de Suisse» Velo habe ich dort gekauft und bin bis heute glücklich damit.

2. Die Herzroute führt direkt durch die Region

Wer erstmals eine mehrtägige E-Bike-Tour ausprobieren möchte, dem empfehle ich die bestens ausgeschilderte Herzroute. Willisau liegt direkt auf der Strecke und eignet sich perfekt als Ausgangs- oder Etappenort. Besonders praktisch: Die Etappenorte sind mit Bahnanschlüssen gut erreichbar. So lässt sich auch nur ein Teilstück unkompliziert und gemütlich erleben und nachher bequem mit dem Zug wieder nach Willisau zurückfahren.

Was an der Herzroute besonders mag, sind die überaus unterhaltsamen und witzig geschriebenen Landschaftsbeschriebe im Routenführer, zum Beispiel die Etappe Willisau – Burgdorf «Staunend durch die märchenhafte Hügellandschaft kurven und sich der Symphonie aus Hügeln und Ausblicken anvertrauen», das macht doch grad gluschtig.

Bild: ©Herzroute

3. Die Herzschlaufe Willisau ist wild, aussichtsreich und abwechslungsreich

Darf es etwas anspruchsvoller sein? Dann ist die Herzschlaufe Napf genau das Richtige. Die Route führt auf ruhigen Wegen durch die eindrückliche Napflandschaft und die teils steilen Anstiege werden mit wunderschönen Ausblicken und viel Natur belohnt. Da kommt mir noch eine Anekdote in den Sinn. Vor einigen Jahren durfte ich eine österreichische Journalistin auf der Etappe Entlebuch – Willisau begleiten. Was ich damals nicht wusste: Bergab fuhr sie deutlich mutiger (oder unvernünftiger) als ich. Während sie in rasantem Tempo die Hügel hinunterflitzte, versuchte ich mitzuhalten und machte mir gleichzeitig Sorgen um ihre Gesundheit. Umso erleichterter war ich, als wir beide wohlbehalten in Willisau ankamen. Am Schluss meinte sie: «Wer die Herausforderung liebt, wird diese Tour so schnell nicht vergessen.» Ah ja. 😉

Bild: ©Herzroute

4. Familienfreundliche Touren

Auch Familien kommen in der Region Willisau auf ihre Kosten. Rund um das Wauwilermoos führen flache Wege durch die abwechslungsreiche Landschaft. Unterwegs gibt es einiges zu entdecken: Spannende Geschichten aus vergangenen Zeiten gibt’s bei der Pfahlbausiedlung, entlang der Strecke sorgt der Anblick der vielen Pferde und Hochlandrinder für Freude (und in meinem Fall für wahre Glücksgefühle) und mit etwas Glück lassen sich sogar Biber oder Hermeline beobachten. Und im Frühling lässt sich vom Beobachtungsturm aus die grösste Kiebitzkolonie der Schweiz bestaunen

5. Kultur und Genuss verbinden

Besonders gerne fahre ich die Strecke von Willisau nach St. Urban, das im nördlichsten Zipfel des Kantons Luzern liegt. Die Route führt an historischen Bauwerken vorbei, durch idyllische und eher unbekannte Landschaften und zu gemütlichen Restaurants.

Sie eignet sich perfekt für alle, die sich unterwegs Zeit für eine Pause nehmen oder die imposante Klosteranlage von St. Urban besichtigen möchten. Passend dazu empfehle ich den unterhaltsamen Blogbeitrag «Hinter den Fassaden von St. Urban». Dort erfahrt ihr unter anderem, weshalb es in St. Urban gleich sieben Kraftorte gibt. Und Kraft kann man ja immer brauchen. 😊


Weitere Infos & Tipps:


Anna lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Luzern und ist am liebsten draussen in der Natur oder im Garten. Ob zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs, Hauptsache der Weg ist noch ein wenig wild und ursprünglich. Durch ihre Arbeit bei Willisau Tourismus hat sie die Napfberglandschaft kennen und lieben gelernt.

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